Wirtschaft : Geld für den Krieg der Zukunft

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Der amerikanische Kongress weiß, dass das amerikanische Militär dieses Jahr sehr beschäftigt sein wird. Deshalb wird er den Antrag der BushRegierung, die Ausgaben des Pentagon um 4,2 Prozent zu erhöhen (was die Ausgaben für einen möglichen Krieg im Irak nicht enthält), nicht blockieren. Sind 4,2 Prozent genug? Die Frage mögen sich viele jener Abgeordneten stellen, die denken, dass es gute Gründe gibt, den Irak und den Terrorismus zu bekämpfen.

Aber noch wichtiger als die Beantwortung dieser Frage ist, dass das Pentagon verstärkt Geld für neue Technologie ausgeben will, um die Kriege der Zukunft zu kämpfen. Geld für die Comanche-Helikopter, F-22s und andere Kampfflugzeuge gibt es nach wie vor. Doch das Zauberwort heißt „Transformation", mit dem Bushs unbestimmtes Versprechen einer Militärreform Formen annimmt.

Mit 7,7 Milliarden Dollar für neue Raketenabwehrbasen würde eine begrenzte Abwehrfähigkeit von Raketen aus Nordkorea oder dem Nahen Osten ermöglicht werden. Weitere 739 Millionen Dollar sollen in die Abwehr von Marschflugkörpern fließen. Da kein Krieg der Zukunft ohne Kontrolle des Weltraums gewonnen werden wird, will das Pentagon 299 Millionen Dollar in die Entwicklung eines im Weltraum stationierten Radars stecken, das weltweit das Aufspüren von Zielen ermöglicht. Weitere 453 Millionen Dollar werden für ein neues Laser-Kommunikationssystem veranschlagt, das große Datenmengen augenblicklich um die Welt schicken soll. Die Luftwaffe bekommt 1,2 Milliarden Dollar, zum größten Teil für unbemannte Global- Hawk- und Predator-Flugzeuge und die Entwicklung neuer und ausdauernderer Modelle.

Für die Marine ist bis 2007 der Bau des Flugzeugträgers CVN-21 geplant, dessen nuklearer Antrieb ein Dreifaches der herkömmlich produzierten Energie erzeugt. Weitere 1,2 Milliarden Dollar sollen für die Entwicklung neuer Schiffe bereitgestellt werden.

Die meisten der im Pentagon-Budget vorgeschlagenen neuen Technologien werden für den Krieg mit dem Irak nicht mehr fertig werden. Einige werden noch nicht einmal nach einer zweiten Amtszeit Bushs fertig gestellt worden sein. Aber ohne sie werden die USA nicht in der Lage sein, die Kriege der Zukunft zu gewinnen.

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