Wirtschaft : General Electric: Eu-Kommission lässt General Electric noch Spielraum Zustimmung zur Übernahme von

Auch nach Ablauf der offiziellen Frist zur Vorlage von Konzessionen hat die EU-Kommission dem US-Mischkonzern General Electric (GE) die Türe für ein mögliches erweitertes Angebot offen gelassen. Dieses könnte aber nur berücksichtigt werden, wenn damit die Wettbewerbsbedenken der Kommission zur geplanten Übernahme von Honeywell vollständig ausgeräumt werden, sagte die Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti am Freitag in Brüssel.

Aus der Kommission wurde ergänzend darauf hingewiesen, dass eine Offerte von General Electric so eindeutig sein müsste, dass weitere Markttests überflüssig seien. Die Kommission prüft, ob Unternehmen in ihrer Branche zu hohe Marktanteile erreichen und damit den Wettbewerb ausschalten können. Üblicherweise gibt es dazu ausführliche Branchenbefragungen. Die Frist für Zugeständnisse bei dem noch bis zum 12. Juli laufenden Brüsseler Verfahren war Donnerstagnacht ausgelaufen.

Zum nicht auszuschließenden Fall eines förmlichen Brüsseler Verbots der Fusion von GE und Honeywell hieß es, der Zusammenschluss könnte dann trotz der bereits vorliegenden Billigung aus den USA nicht vollzogen werden. "Die Sache wäre de facto tot", sagte ein EU-Mitarbeiter. Falls sich die Unternehmen nicht an eine europäisches Fusionsverbot halten würden, drohten Bußgelder. GE hatte am Donnerstag den EU-Wettbewerbshütern ein "endgültiges detailliertes" Paket für das Genehmigungsverfahren zum Kauf von Honeywell vorgelegt. Gleichzeitig hatte sich das Unternehmen am Donnerstag aber sehr skeptisch gezeigt, dass die EU-Kommission die Vorschläge als ausreichend akzeptieren werde. GE will Honeywell für 41 Milliarden Dollar (umgerechnet gut 94 Milliarden Mark) kaufen und benötigt dazu auch die Zustimmung Brüssels.

US-Präsident George W. Bush erklärte unterdessen in Warschau, er sei besorgt über die voraussichtlich bevorstehende Untersagung der geplanten Fusion der US-Konzerne General Electric und Honeywell. Bush erklärte in der polnischen Hauptstadt: "Ich bin besorgt, dass die Europäer das Projekt untersagt haben." Man sei nicht optimistisch. Für den Flugzeugelektronik-Hersteller Honeywell könnte es nach Wall Street-Spekulationen im Falle eines Scheiterns der Übernahme durch GE einen anderen Interessenten geben. Der US-Mischkonzern United Technologies könnte einen zweiten Anlauf unternehmen, Honeywell zu kaufen.

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