Wirtschaft : „Germanwings ist in Berlin voll im Plan, sogar leicht darüber“

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Herr Klein, Sie haben in Le Bourget 18 Flugzeuge vom Typ Airbus A319 bestellt. Warum Airbus?

Wir haben schon 20 Airbusse und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Außerdem sind unsere Ausbildung und Technik auf diese Maschinen eingestellt.

Wofür werden Sie die neuen Flugzeuge verwenden?

Zum Teil werden sie schon bestehende Maschinen ersetzen, zum Teil aber auch unser Wachstum untermauern. In den nächsten zwei Jahren wollen wir von derzeit 20 Maschinen auf 30 wachsen.

Seit Anfang Juni ist Berlin-Schönefeld neben Stuttgart und Köln/Bonn Ihr drittes Drehkreuz. Welche Pläne haben Sie noch in der Stadt?

Wir haben ein klares Ziel für 2006, nämlich zwei Millionen Passagiere. Dafür brauchen wir zu den derzeit zwei Maschinen noch zwei weitere. Das dritte Flugzeug soll schon in diesem Winter dazukommen, damit wir unsere neuen Ziele Warschau, Prag und Oslo anfliegen können. Außerdem entscheiden wir in den nächsten Tagen über ein weiteres Ziel. Entweder wird es ein innerdeutsches oder eine große europäische Metropole.

Können Sie schon eine kurze Bilanz der ersten Wochen in Berlin ziehen?

Wir sind voll im Plan, sogar leicht darüber. Unsere Auslastung wird im ersten Monat bei 80 Prozent liegen.

Demnächst wollen Sie ein viertes Drehkreuz eröffnen. Im Gespräch sind Basel, Zürich, Hamburg oder Nürnberg.

Die Frage ist noch offen, aber ich glaube, es wird kein ausländischer Standort. Entscheidend ist für uns die Größe des Einzugsbereichs und die Wettbewerbssituation vor Ort.

Das Gespräch führte Anselm Waldermann

Joachim Klein ist Geschäftsführer der Billigfluglinie Germanwings, zu deren Drehkreuzen neben Stuttgart und Köln/Bonn seit kurzem auch Berlin gehört

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