Germanwings : Von Lufthansa zu Germanwings

Die Kranichairline überträgt ihr Europageschäft schrittweise auf die Billigtochter. Die Kunden müssen sich umstellen.

Fritz Zimmermann

Die Lufthansa lässt künftig alle Flüge innerhalb Europas von ihrer Tochter Germanwings durchführen – zum Sommerflugplan 2014 soll die Umstellung vollzogen sein. Ausgenommen sind nur die Verbindungen von und zu den Drehkreuzen in Frankfurt und München. Auf Germanwings-Flügen gibt es keine unterschiedlichen Klassen mehr, aber dafür drei Tarife in einer Klasse, sagt ein Germanwings-Sprecher. Die Tarife unterscheiden sich vor allem bei den Serviceleistungen: Im billigsten Tarif müssen diese einzeln dazugebucht werden, im teuersten sind sämtliche Leistungen im Preis enthalten.

Die Umstellung von Lufthansa-Flügen auf Germanwings ist Teil des Sparprogramms „Score“ – und scheint sich auszuzahlen. Wie der Konzern vor wenigen Tagen bekannt gab, schreibt Lufthansa im Europaverkehr dank der „Fortschritte mit Germanwings“ erstmals seit fünf Jahren wieder schwarze Zahlen: Der operative Gewinn der Lufthansa-Passagiersparte und Germanwings’ stieg demnach in den ersten neun Monaten des Jahres um 170 Prozent auf 300 Millionen Euro. Der Umsatz legte um ein

Prozent auf 13,2 Milliarden Euro zu. Der Bereich, der im Unternehmen Lufthansa-Passage heißt, steht für knapp 60 Prozent des Konzernumsatzes. Insgesamt jedoch schrumpfte der operative Gewinn der Lufthansa um 27 Prozent auf 660 Millionen Euro. Grund für das Minus waren auch die hohen Extrakosten etwa für Abfindungen beim Abbau von Stellen. Die Lufthansa steckt derzeit im größten Umbau ihrer Geschichte und streicht 3500 Jobs.

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