Wirtschaft : Gesundheit und Kreativität fördern

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Innovativ und ökologisch – so muss die Wirtschaftspolitik nach Meinung der Grünen sein. Berlin solle Gesundheitsstadt sowie ein bevorzugter Standort für Medien, Kultur und die „deutsche Vorzeigebranche Umwelttechnik“ werden. Dienstleistung und Industrie, das sei kein unverrückbarer Gegensatz, steht im Wahlprogramm der Grünen. „Es fehlt ein neues Selbstverständnis dafür, was produktiv ist.“ Gerade den kleinen, kreativen Betrieben nütze die klassische Wirtschaftsförderung wenig.

Die freie Szene, junge Gründerunternehmen oder Kultureinrichtungen bräuchten viel mehr erschwinglichen Gewerberaum in der City und auf sie zugeschnittene, flexible Förderprogramme („Kreativfonds“). Auch in der Gesundheitswirtschaft wollen die Grünen ihr Augenmerk auf die kleinen, aber erfolgreichen medizin- und biotechnischen Jungunternehmen richten. Ergänzend solle der Anteil an Bio-Produkten in Berlin auf 20 Prozent erhöht werden.

Kritisch wird angemerkt, dass der Gesundheits- und Kreativwirtschaft in Berlin Arbeitskräfte fehlten. Für diese Branchen müssten passende Aus- und Weiterbildungsangebote entwickelt werden. Firmengründungen aus den Hochschulen „und dem wissenschaftlichen Umfeld“ heraus müssten ebenfalls stärker gefördert werden.

Außerdem wollen die Grünen ein ökologisches Investitionsprogramm für Berlin aus öffentlichen Mitteln, „das die Potenziale des Klima- und Umweltschutzes für mehr Beschäftigung nutzt“. Mehr unterstützt werden müsse auch die Forschung und Entwicklung lärm- und abgasarmer Fahrzeuge. Zur Wirtschaftspolitik der Grünen gehört auch, Frauen und Migranten, die sich selbstständig machen oder es bereits sind, besonders zu helfen. Etwa bei der Anmeldung von Gewerben, bei der Beschaffung von Krediten oder der Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen. za

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