Wirtschaft : GM macht Opel Hoffnung Rüsselsheim und Bochum scheinen gerettet

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Frankfurt am Main – Spätestens Ende der Woche soll endgültig Klarheit über die Zukunft der OpelWerke in Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern herrschen. Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz dementierte am Montag zwar Berichte, wonach der Bau der künftigen General-Motors-Mittelklasse für Europa („Opel Vectra“, „Saab 9-3“) in Rüsselsheim und die Produktion des fünftürigen „Astra“ in Bochum bereits beschlossene Sache seien. Er räumte aber ein, dass Vorstand und Betriebsrat am Freitag der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen wollen. Damit wird immer wahrscheinlicher, dass das Opel-Stammwerk in Rüsselsheim das schwedische Saab-Werk in Trollhättan ausgestochen hat. Klar scheint aber auch: Die Opel-Beschäftigten müssen länger und flexibler arbeiten und mit Einschnitten beim Gehalt rechnen.

Die Opel-Mutter General Motors (GM) wird nur dann Standortgarantien für die deutschen Werke geben, wenn die Beschäftigten Zugeständnisse machen. In einem „Zukunftsvertrag“ soll deshalb die Arbeitszeit auf 40 bis 42 Stunden ohne Lohnausgleich ausgedehnt werden. Zudem sollen übertarifliche Leistungen wie etwa das Weihnachtsgeld mit regulären Tariferhöhungen verrechnet werden. Teil des „Zukunftsvertrags“ ist auch die bereits getroffene Vereinbarung, dass bis Ende 2007 rund 6000 Mitarbeiter gegen Abfindungen ausscheiden. Entlassungen und Werkschließungen sind damit vom Tisch.

Monatelang hatten die GM-Manager offen gelassen, ob die künftige Mittelklasse unter dem Projektnamen „Epsilon II“ ab 2007 in Rüsselsheim oder in Trollhättan gebaut wird. Rüsselsheim hatte von Anfang an gute Chancen, weil das Werk moderner ist. In Trollhättan sollen im Gegenzug ab 2007 die Modelle des neuen Cadillac für Europa vom Band laufen. Als zumindest bis 2010 gesichert gilt auch das Werk in Bochum, weil dort der fünftürige „Astra“ gebaut werden soll. ro

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