Griechenland-Krise : Kurse an den Börsen fallen

Aufregung an den Börsen: Die Handelsplätze rund um den Globus verzeichnen am Montag angesichts der griechischen Schuldenkrise Kursstürze.

Börsen in Aufruhr

Die Börsen in Europa haben mit einem Kurssturz auf die jüngsten Entwicklungen in der griechischen Schuldenkrise reagiert. Am Montagmorgen brach der Deutsche Aktienindex (Dax) in Frankfurt am Main zum Handelsstart um über vier Prozent ein. Ebenfalls um mehr als vier Prozent bergab ging es an den Börsen in Paris, Amsterdam und Madrid - in Lissabon sogar um über fünf Prozent. Die Börse in Athen bleibt vorerst geschlossen.

Banken-Aktien gaben nach

15 Minuten nach Handelsstart in Frankfurt, um 9.15 Uhr, notierte der Dax bei 10.964 Punkten und damit 528 Punkte unter dem Schlusskurs von Freitag. Danach erholte sich der Leitindex zunächst wieder. Gegen 10.40 Uhr lag er noch mit rund drei Prozent im Minus. Besonders stark litten am Montagmorgen Banken-Aktien: Der Kurs der Deutschen Bank gab zeitweise um über sechs Prozent nach; die Commerzbank lag zeitweise mit 5,6
Prozent im Minus.

Auch die Aktienkurse an anderen europäischen Börsenplätzen verloren stark

Auch die Aktienkurse an den anderen europäischen Börsen verloren zum Handelsbeginn stark: Der französische Leitindex CAC 40 gab um 4,4 Prozent nach und verlor zunächst 224 Punkte, die Börse in Wien lag zeitweise mit 3,9 Prozent im Minus, der spanische Leitindex Ibex 35 verlor rund 4,7 Prozent, Amsterdam 4,1 Prozent und Lissabon sogar über fünf Prozent. Weniger stark fielen die Kursverluste dagegen am Finanzplatz London aus: Der
Leitindex FTSE-100 verlor zeitweise 2,16 Prozent.

In Asien schlossen die Börsen im Minus

Die Krise in Griechenland ging auch an den Börsen in Asien nicht spurlos vorbei: In Shanghai schloss der wichtigste Index mit 3,34 Prozent im Minus; auch die Börse in Hongkong gab mit 2,61 Prozent deutlich nach. Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit 2,9 Prozent im Minus. Der Euro verlor insgesamt allerdings nur leicht.

Die Athener Börse öffnete gar nicht und bleibt bis auf weiteres geschlossen

Die Börse in Athen öffnete angesichts der zugespitzten Schuldenkrise am Montag erst gar nicht; sie soll bis in die kommende Woche hinein geschlossen bleiben. Nach offiziellen Angaben soll der Handelsplatz frühestens am Dienstag kommender Woche wieder öffnen. Auch die griechischen Banken sind bis mindestens Montag geschlossen. Der Kapitalverkehr wurde stark eingeschränkt, die täglichen Barabhebungen an Geldautomaten wurden für Griechen auf 60 Euro pro Tag beschränkt. AFP

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