Wirtschaft : Häuser im Westen wieder teurer

Einfamilienhäuser werden in Westdeutschland wieder teurer. Der Markt für Wohnimmobilien habe sich nach fünf Jahren mit Preisrückgängen gedreht, teilte der Ring Deutscher Makler (RDM) am Mittwoch in Hamburg mit. "Maßgeblich für die derzeitige Marktentwicklung sind die Kaufmotive Eigentumsbildung und Verbesserung der Wohnsituation", sagte der RDM-Geschäftsführer Gerhard Feldmann. "Steuerorientierte Kaufentscheidungen sind dagegen aufgrund der geänderten Steuergesetzgebung kaum noch zu beobachten." Bei Eigentumswohnungen habe der RDM noch eine leichte Abwärtsentwicklung festgestellt, aber auch hier gebe es Indizien für eine Trendwende. "Die Finanzierungskosten für den Kauf von Einfamilienhäusern oder Eigentumswohnungen liegen derzeit etwa 30 bis 35 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt", sagte Feldmann. So könnten Mieter in ländlichen Gebieten bereits ab einer monatlichen Kaltmiete von 1200 DM über Eigentum nachdenken. In München und Stuttgart seien allerdings für ein durchschnittliches Einfamilienhaus 800 000 DM zu bezahlen.Völlig anders sei die Marktlage in den neuen Ländern, wo die Immobilienpreise weiter unter Druck stünden. Die Preisspanne für Einfamilienhäuser beträgt in Deutschland zwischen 220 000 DM in Suhl und 1,3 Mill. DM am Tegernsee. Der Durchschnitt liegt bei 485 000 DM bei mittlerem Wohnwert. Das ist etwa ein Prozent mehr als im Vorjahr. Eigentumswohnungen kosten zwischen 1500 DM je Quadratmeter in Gronau und 5000 DM am Tegernsee, bei einem Bundesdurchschnitt von 2550 DM.

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