"Handelsblatt"-Bericht : Bombardier streicht 2500 Stellen in Deutschland

Im Frühjahr hatte der Bahnhersteller Bombardier einen Stellenabbau angekündigt. Nun werden Zahlen bekannt. Es trifft auch das Werk in Hennigsdorf bei Berlin.

Jobs gefährdert: Bombardier-Werk in Hennigsdorf (Brandenburg)
Jobs gefährdert: Bombardier-Werk in Hennigsdorf (Brandenburg)Foto: dpa/Bernd Settnik

Der Schienenfahrzeughersteller Bombardier will laut dem "Handelsblatt" deutlich mehr Stellen abbauen als bisher erwartet. Der Konzern streiche allein in seinen deutschen Werken rund 2500 Stellen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Branchenkreise. Ein Unternehmenssprecher wollte dies am Abend nicht kommentieren. Betroffen sind dem Bericht zufolge die sächsischen Werke in Görlitz und Bautzen sowie das brandenburgische Werk in Hennigsdorf bei Berlin.

Bombardier hatte im Frühjahr einen Stellenabbau angekündigt. Damals war von 1430 gefährdeten Arbeitsplätzen in Deutschland die Rede.

Die Gewerkschaft IG Metall hatte am Mittwoch massiven Widerstand gegen drastische Stellenstreichungen angekündigt. Laut IG Metall war auf einer Betriebsversammlung in Hennigsdorf mitgeteilt worden, dass die Serienproduktion von Zügen an diesem Standort bis Ende 2018 auslaufen soll. Dort sollen dann nur noch Entwicklung, Konstruktion und womöglich der Bau von Prototypen bleiben. der Betriebsrat fürchtete allein in Hennigsdorf den Verlust von 500 Stellen. (dpa)

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