Wirtschaft : Handwerkspräsident Dieter Philipp: Die Arbeit ist zu teuer

"Das Einzige, was die Arbeitslosenstatistik nachhaltig senkt, ist die demographische Entwicklung", sagte Handwerkspräsident Dieter Philipp im Deutschlandradio. Viele Menschen, die zurzeit arbeitslos seien, kämen ins Rentenalter und fielen dadurch aus der Arbeitslosenstatistik. Philipp meinte ferner, das Bündnis für Arbeit gehe an der Realität des Mittelstandes vorbei. Die Möglichkeiten zur nachhaltigen Senkung der Arbeitslosigkeit würden in den Gesprächen nicht ausgeschöpft. Nach Ansicht Philipps könnten Flexibilisierungsmaßnahmen und die Senkung der Lohnnebenkosten dem Mittelstand helfen, Arbeitsplätze zu schaffen. "All das, was unsere Arbeit teuer macht, muss verändert werden", verlangte er. Die Maßnahmen zur Arbeitsumverteilung, auf die sich das Bündnis für Arbeit konzentriere, orientierten sich zu sehr an der Großindustrie. Allein 1999 seien im deutschen Handwerk 200 000 Arbeitsplätze verlorengegangen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar