Wirtschaft : Heil- und Hilfsmittel

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Für Heil und Hilfsmittel wie Krücken, Hörgeräte und Massagen geben die Kassen zehn Milliarden Euro im Jahr aus. Das ist zu viel, findet Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Darum sollen die Kassen für Einkauf und Abrechnung von Rollstühlen, Fangopackungen oder Heilbädern weniger Geld ausgeben. Per Dekret wollte sie die Kosten um ein Zehntel drücken. Zwar wurde dieses Vorhaben aus dem aktuellen Gesetzentwurf gestrichen. Experten sind sich aber sicher, dass Schmidt bei der angekündigten großen Reform auch hier ansetzen will.

Geld ließe sich sparen, wenn der Staat die Auswahl an Hörgeräten oder Rollstühlen einschränkte. Dann könnten die Kassen mit einigen wenigen Herstellern große Liefermengen und damit Rabatte aushandeln. Das ist heute noch nicht der Fall: Zurzeit werden die Preise zwischen den Kassen und dem Sanitätsfachhandel verhandelt. Will ein Patient einen Rollstuhl, macht der Fachhandel einen Kostenvoranschlag und reicht ihn ein. Die Kasse entscheidet, ob der Patient das vorgeschlagene Modell tatsächlich braucht, ob er einen neuen oder einen gebrauchten Rollstuhl bekommt. Oder sie zahlt einen pauschalen Zuschuss, wie bei Hörgeräten. Dafür gibt es dann ein Standardgerät. Bei teureren Geräten zahlt der Patient die Differenz zwischen Zuschuss und Ladenpreis. pet/hin

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