Wirtschaft : Hewlett-Packard: Computerkonzern enttäuscht

Die Hewlett-Packard Company (HP), zweitgrößter Computerkonzern der Welt, hat im Geschäftsjahr 1999/2000 (31. Oktober) seinen Umsatz um 15 Prozent auf 48,8 Milliarden Dollar (109,8 Milliarden Mark) gesteigert. Der Gewinn stieg um sechs Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft erhöhte sich um 15 Prozent auf 3,56 Milliarden Dollar. Dies gab das Unternehmen am Montag bekannt.

HP hat aber die Gewinnerwartungen für das Schlussquartal des Geschäftsjahres nicht erfüllt. Die Gesellschaft steigerte den Quartalsgewinn bei einem Umsatz von 13,3 Milliarden Dollar um 21 Prozent auf 922 Millionen Dollar. Der Gewinn pro Aktie lag unter Ausklammerung von Sonderfaktoren bei 41 Cent, während die Wall Street mit 51 Cent pro Aktie gerechnet hatte. Die Hewlett-Packard-Aktien fielen im vorbörslichen Handel um 5,12 Dollar auf 34 Dollar. Firmenchefin Carly Fiorina verwies auf das beschleunigte Umsatzwachstum. Sie zeigte sich aber enttäuscht, dass das Ziel für den Quartalsgewinn pro Aktie verpasst wurde. Sie führte Margendruck, nachteilige Wechselkurseinflüsse, unerwartet hohe Kosten und den Produktmix als Begründung an.

HP legte im vierten Quartal in den USA um 13 Prozent auf sechs Milliarden Dollar und im Ausland um 20 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar zu. Dabei steigerte die Gesellschaft den Quartalsumsatz in Europa um 15 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar. Klammert man Wechselkursveränderungen aus, dann erhöhte sich der europäische Umsatz sogar um 27 Prozent.

Fiorina teilte auch mit, dass die Diskussionen über eine mögliche Übernahme des Consulting-Geschäfts von Price-WaterhouseCoopers wegen des gegenwärtigen Marktklimas beendet worden sind. Für das laufende Geschäftsjahr 2000/2001 erwartet HP einen Gewinnzuwachs von 15 bis 17 Prozent.

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