HINTERGRUND : Ortsteil statt Bezirk

Mit der Bezirksreform 2001 wurde der ehemalige Bezirk Tiergarten mit Mitte und Wedding zusammengelegt und in drei Ortsteile gegliedert. Während das Hansaviertel und Moabit historisch gewachsene Stadtteile sind, wurde das Gebiet zwischen Spree, Zoo, Kurfürstenstraße und Gleisdreieck zum Ortsteil Tiergarten umbenannt.

Dominiert wird dieser Teilbezirk natürlich von der namensgebenden zentralen Grünanlage. Prägnant ist aber auch der Kontrast zwischen dem unbewohnten Regierungsbezirk am Spreebogen und dem repräsentativen Botschaftsviertel südlich des Tiergartens auf der einen Seite und den urbanen Strukturen im Kiez Tiergarten Süd sowie dem Entwicklungspotenzial am Gleisdreieck und in der Kurfürstenstraße andererseits.

Nach Angaben des Immobilienverbandes IVD Berlin-Brandenburg ist der Ortsteil Tiergarten aus Sicht des Immobilienmarktes zweigeteilt. So zählen Adressen zwischen dem Großen Tiergarten und dem Landwehrkanal sowie zwischen Schillerstraße und Budapester Straße zu den guten Wohnlagen mit Mietpreisen von durchschnittlich 8,25 Euro pro Quadratmeter. Für einige wenige Wohnungen können auch Monatsmieten von bis zu 18 Euro pro Quadratmeter fällig werden. Wer sich hingegen in diesem Bereich für eine Eigentumswohnung interessiert, bezahlt laut IVD im Schnitt 1800 Euro pro Quadratmeter, wobei in der Spitze auch Preise von 5500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche möglich sind, Tendenz steigend. Das Botschaftsviertel mit Projekten wie den Villen am Diplomatenpark oder den benachbarten Neubauten im Köbis-Dreieck wird als Lagetipp für Investoren bewertet.

Tiergarten Süd wird hingegen unter Berücksichtigung sozioökonomischer und infrastruktureller Daten sowie des tatsächlichen Preisniveaus und der vorherrschenden Bebauungsstruktur als mittlere Wohnlage eingestuft mit durchschnittlichen Nettokaltmieten von sechs Euro und Kaufpreisen von

1300 Euro pro Quadratmeter. tjs

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben