Wirtschaft : Huber will die IG Metall länger führen Angeblich volle Wahlperiode angestrebt

Berlin - Das Rätselraten um die künftige Führung der IG Metall erreicht eine neue Stufe. Nachdem es bislang als sicher galt, dass der erste Vorsitzende der Gewerkschaft, Berthold Huber, in zwei Wochen auf dem Gewerkschaftskongress wiedergewählt wird, aber dann bereits nach zwei Jahren abtreten würde, überraschte Huber nun mit einer Ankündigung per Interview: „Ich stehe für die volle Amtsperiode von vier Jahren zur Verfügung“, sagte Huber der „FAZ“. Doch innerhalb der kommenden vier Jahre werde ein außerordentlicher Gewerkschaftstag einen Teil des fünfköpfigen Vorstands verabschieden und dann neu wählen. Damit soll die Führung der mit 2,3 Millionen Mitgliedern größten deutschen Gewerkschaft verjüngt werden.

Huber führt die IG Metall seit vier Jahren, Anfang kommenden Jahres wird er 62. Der zweite Vorsitzende, Detlef Wetzel, wird im kommenden Dezember 59. Nach der Logik der IG Metall ist Wetzel als zweiter Mann der natürliche Nachfolger Hubers. Und bislang galt folgende Variante als die wahrscheinlichste: Huber geht 2013 und Wetzel rückt nach. Für Huber, der aus Baden-Württemberg stammt, wechselt der dortige Bezirksleiter Jörg Hofmann in den fünfköpfigen Vorstand nach Frankfurt am Main. Hofmann könnte dann 2015 Wetzel beerben. Für Wetzel wiederum, der aus Nordrhein-Westfalen stammt, sollte der dortige Bezirksleiter Oliver Burkhard nachrücken. Burkhard, gerade 39 Jahre jung, gilt als der kommende Mann der Gewerkschaft. In acht oder spätestens zwölf Jahren wird er an der Spitze der Metaller erwartet. alf

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