• IG-Metall-Chef Ost kommt womöglich aus dem Westen Schlechte Karten für interne Kandidaten bei Düvel-Nachfolge

Wirtschaft : IG-Metall-Chef Ost kommt womöglich aus dem Westen Schlechte Karten für interne Kandidaten bei Düvel-Nachfolge

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(alf). Die Suche nach einem IGMetall-Chef für Ostdeutschland gestaltet sich schwierig. Eine erste Bewerbungsrunde vor der entsprechenden Findungskommission der Gewerkschaft blieb am Donnerstag insoweit ohne Ergebnis, dass keiner der drei Kandidaten seine Chancen verbessern konnte. Am 22. April ist nun ein weiterer Termin anberaumt, um halbwegs einvernehmlich einen Nachfolger für den Bezirksleiter von Berlin, Brandenburg und Sachsen, Hasso Düvel, zu finden. Der 59-jährige Düvel hatte als Streikleiter im vergangenen Sommer die Niederlage im Arbeitskampf um die 35-Stunden-Woche in Ostdeutschland zu verantworten. Kürzlich hatte Düvel angekündigt, sich – auch aus gesundheitlichen Gründen – zurückziehen zu wollen. Auf der Bezirkskonferenz der IG Metall im Juni will er abtreten.

Spätestens bis dann muss die Gewerkschaft also einen neuen Bezirksleiter gefunden haben. Neben den gewählten ersten und zweiten Vorsitzenden sowie dem Hauptkassierer gelten die fünf Bezirksleiter der IG Metall als die wichtigsten Funktionäre. Die Bezirksleiter werden vom Vorstand ernannt, der Kandidat zuvor von einer bezirklichen Kommission vorgeschlagen. Dieser Kommission für Berlin, Brandenburg und Sachsen haben sich drei Kandidaten vorgestellt: Der Leiter der IG-Metall-Bildungsstätte in Berlin-Spandau, Jochen Kletzin, sowie die IG-Metall-Chefs von Chemnitz und Ludwigsfelde, Sieghard Bender und Hermann von Schuckmann. Dem Vernehmen nach überzeugte keiner die Kommission. Damit wird eine externe Lösung wahrscheinlicher, wie sie Düvel sowieso anstrebt. Der Leiter des Düsseldorfer Stahlbüros der IG Metall, Friedhelm Matic, und der Vertraute von Jürgen Peters in der Frankfurter Zentrale, Claus Matecki, werden in der IG Metall gehandelt.

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