Wirtschaft : Im Bilde

Analoges Fernsehen ist bald Geschichte – danach geht es nur noch digital. Mit welchen Geräten am besten, zeigt ein Test

Tina-Marlu Kramhöller

Wer noch analog über Antenne fernsieht, sollte sich bald einen Digital-Empfänger zulegen. Andernfalls könnte er noch in diesem Jahr vorm Flimmerbildschirm sitzen. Denn die analoge Fernsehübertragung in Deutschland wird in den kommenden Monaten nach und nach eingestellt. Ihr Nachfolger heißt digitales Fernsehen, kurz DVB (Digital Video Broadcasting). Zu empfangen ist das digitale Fernsehen über Satellit (DVB-S), Kabel (DVB-C) oder Antenne (DVB-T). Dazu muss aber auch eine DVB-Empfängerbox – auch Receiver genannt – ins Haus. Die Stiftung Warentest hat zehn solcher Antennen- und fünf Kabel-Empfänger getestet.

Zu den besten Geräten für Antennenfernsehen zählen die DVB-T–Empfänger von Comag (39 Euro) und Skymaster (50 Euro). Beide überzeugten mit guter Bildqualität und gutem Empfang, sehr schnellen Umschaltzeiten und einem geringen Stand-by-Verbrauch (Bereitschaftsfunktion). Zudem waren sie die günstigsten Geräte im Vergleich.

Wer keine große Empfängerbox auf oder unter dem Fernseher haben möchte, bekommt als unauffälligere Alternative Empfänger, die auf der Rückseite des Fernsehers eingesteckt werden. Die beiden geprüften Geräte von Grundig (89 Euro) und Viola (80 Euro) schnitten aber nur „befriedigend“ ab – zudem waren sie die teuersten im Test.

Ein Vorteil des digitalen Fernsehens über Zimmer- oder Dachantenne ist: Neben der Anschaffung und der üblichen GEZ-Gebühr entstehen keine weiteren Kosten. Im Vergleich zum Kabel-TV bietet es aber nur ein kleines Programmangebot: Je nach Sendegebiet lassen sich mit DVB-T acht bis maximal 29 Fernsehsender empfangen.

Wer deshalb auf digitalen Kabelanschluss umrüsten möchte, braucht dazu einen deutlich teureren DVB-C-Empfänger. Die Preise der geprüften Geräte lagen im Schnitt zwischen 89 und 299 Euro. Im Test hinterließ der Empfänger von Humax für 110 Euro den besten Eindruck.

Auch HDTV-fähige Receiver sind schon erhältlich. Für die meisten Zuschauer wird Fernsehen mit hochaufgelösten Bildern aber erst interessant, wenn sie in zwei Jahren von den öffentlich-rechtlichen Anstalten gesendet werden. Die beiden HDTV-Geräte im Test waren zudem nur „befriedigend“ (Humax) und „ausreichend“ (Philips) – vor allem wegen des hohen Stand-by-Stromverbrauchs.

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