Wirtschaft : Im Schleudergang

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1953

Die Herstellung von Kühlschränken und Waschmaschinen in Berlin beginnt.

1967

BSH entsteht durch ein Joint-Venture von Bosch und Siemens. Die Kühlschrank-Fertigung wandert ab nach Baden-Württemberg.

MAI 2005

BSH kündigt die Schließung des Werks für Ende 2006 an. Die Produktion soll nach Nauen/Brandenburg abwandern. Die Belegschaft schlägt Verhandlungen vor und bietet Kostensenkungen um 15 bis 20 Millionen Euro an. Auf Demonstrationen protestiert sie gegen das Aus.

JUNI 2005

Verhandlungen beginnen. Betriebsrat und IG Metall verlangen für die Zustimmung zur Schließung hohe Entschädigungen.

AUGUST 2005

BSH erklärt sich bereit, das Werk weiterzuführen, wenn die Kosten sinken. Das Aus käme angesichts der Sozialplan-Forderungen offenbar zu teuer. Die Belegschaft soll Entgegenkommen zeigen bei Arbeitszeit und übertariflichen Leistungen, fordert das Management.

FEBRUAR 2006

Die Werksleitung bringt ein neues Fertigungskonzept ins Gespräch, bei dem von neuen Produkten die Rede ist. BSH erklärt, dass das Werk Spandau 2005 erneut Verluste geschrieben habe.

MÄRZ 2006

Die Schließung scheint vom Tisch. „Der Standort ist gesichert“, sagt Gerd von Brandenstein, Siemens-Chef in Berlin.

29. JUNI 2006

Werksleiter Günther Meier kündigt an, die Produktion fortführen zu wollen. Es müssten aber Jobs gestrichen werden.

25. JULI 2006

BSH erklärt die Verhandlungen für gescheitert. brö

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