Wirtschaft : Institute warnen vor überzogenen Tarifabschlüssen

Die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands warnen vor überzogenen Abschlüssen in der Tarifrunde 2000. Wie eine Umfrage ergab, halten die Wirtschaftsforscher Lohnsteigerungen von rund zwei Prozent für vertretbar. Wenn die Verhandlungen von Gewerkschaften und Arbeitgebern zu Ergebnissen in dieser Größenordnung führten, werde dies Arbeitsmarkt und Konjunktur positiv beeinflussen. Einig sind sich die Forscher darin, dass die rund dreiprozentige Tariflohnsteigerung 1999 zu hoch ausgefallen sei. DIW-Präsident Klaus Zimmermann sprach sich für mehr Flexibilität im Lohngefüge aus. Zimmermann hält das Bündnis für Arbeit für ein geeignetes Forum, in dem sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf einen vernünftigen "mittelfristigen Pfad der Lohnentwicklung" einigen sollten.

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