Interessenkonflikt : Landgericht stoppt Machtübernahme von Schaeffler bei Conti

Die Machtübernahme von Schaeffler im Conti-Aufsichtsrat ist vorerst auf Eis gelegt. Das Landgericht Hannover hat die Bestellung von Rolf Koerfer in den Aufsichtsrat durch das Amtsgericht aufgrund eines Interessenkonfliktes vorübergehend außer Kraft gesetzt.

HannoverSchaeffler-Berater Rolf Koerfer, der am Freitag in das Kontrollgremium des Autozulieferers gewählt worden war und den Vorsitz übernehmen sollte, wird aus dem Aktionärskreis ein Interessenkonflikt vorgeworfen. Das Landgericht Hannover hat seine Bestellung in den Aufsichtsrat durch das Amtsgericht daher vorübergehend außer Kraft gesetzt. Bis 10. März hätten die Continental-Aufsichtsräte jetzt Gelegenheit zur Stellungnahme, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Dienstag.

Der "Financial Times Deutschland" zufolge wird die Bestellung Koerfers vor allem von Conti-Aktionär Christian Strenger beanstandet, der auch der Regierungskommission zur Corporate Governance angehört.

Der bisherige Conti-Aufsichtsratschef Hubertus von Grünberg war Ende Januar auf Druck des Großaktionärs Schaeffler zurückgetreten. Von Grünberg bleibt allerdings Mitglied des Gremiums. Neben Koerfer sollen drei weitere Schaeffler-Vertreter bei Conti Aufsichtsräte werden - darunter auch Firmeneigentümerin Maria-Elisabeth Schaeffler. (imo/dpa)

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