Wirtschaft : Investitionen von fast 20 Miliarden Mark seit 1990 zeigen Wirkung in den neuen Bundesländern

Die Tourismusindustrie in den neuen Bundesländern hat mit Hilfe von Fördergeldern seit der Wende fast 50 000 Dauerarbeitsplätze geschaffen oder gesichert. Wie aus der am Freitag in Berlin veröffentlichten Studie "Tourismusbarometer 1999" des ostdeutschen Sparkassen- und Giroverbandes (OSGV) hervorgeht, führten die zwischen 1990 und 1998 bereitsgestellten Fördermittel von fast 7,6 Mrd. DM zu Investitionen in Höhe von rund 20 Mrd. DM. Damit seien rund 43 000 Arbeitsplätze im Gastgewerbe sowie 7000 in anderen touristischen Dienstleistungssektoren entstanden oder erhalten worden.

Erstmals untersuchte der Sparkassenverband im Rahmen der Studie den "grauen Beherbergungsmarkt". Schwerpunktmäßig seien dabei private Bekannten- und Verwandtenbesuche erfasst worden. Dabei ermittelten die Statistiker 56 Mill. private Übernachtungen pro Jahr. Die amtliche Statistik weise hingegen lediglich 46 Mill. Übernachtungen pro Jahr aus.

Wie aus der Studie weiter hervorgeht, legten die fünf neuen Bundesländer bei der Beurteilung der rund 80 realisierten oder in Bau befindlichen Großprojekte wie Golfplätze oder Erlebnisbäder verschiedenartige Kriterien an. Selbst innerhalb der einzelnen Länder würden keine einheitlichen Bewertungsmaßstäbe zu Grunde gelegt. Mit der Einführung einer länderübergreifenden Datenbank könnte den einzelnen Entscheidungsgremien ein aktueller Überblick über geplante Vorhaben gegeben werden.

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