Wirtschaft : Käufer von RunnersPoint plant neue Filialen HannoverFinanz übernimmt alle Mitarbeiter

Dagmar Rosenfeld

Berlin - Die Hannover Finanz Gruppe, die von Karstadt-Quelle 124 Runners-Point-Geschäfte übernommen hat, will alle Standorte erhalten und weitere Filialen eröffnen. „Wir wollen das Konzept weiterentwickeln und weitere Filialen eröffnen“, sagte Albrecht Hertz-Eichenrode, Vorstandsvorsitzender der Hannover Finanz, dem Tagesspiegel. Grundsätzlich kämen Städte mit mehr als 100000 Einwohnern als Standorte in Frage. Auch im Ausland – Runners-Point hat bereits drei Geschäfte in Österreich und eines in Holland – wolle man das Filialnetz ausbauen. Die rund 1000 Mitarbeiter sollen alle übernommen werden. „Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben“, sagte Vorstandschef Hertz-Eichenrode.

Die Hannover Finanz Gruppe hält seit Mittwoch 75 Prozent an der Sportkette Runners Point. Daneben sind die bisherigen Runners-Point-Geschäftsführer, Otto Hurler und Harald Wittig, mit 25 Prozent beteiligt. Die beiden werden auch künftig das Unternehmen führen. Hannover Finanz versteht sich allerdings nicht nur als Kapitalgeber. „Das operative Geschäft ist zwar Aufgabe des Managements, aber natürlich sind auch wir für die Geschicke des Unternehmens verantwortlich“, sagte Hertz-Eichenrode dem Tagesspiegel.

Auch wenn beide Seiten über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart haben, so hat die Hannover Finanz ganz offensichtlich ein gutes Geschäfte gemacht. Denn Karstadt ist das einzige Unternehmen in Deutschland, dass zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 die offiziellen WMArtikel vertreiben darf. Diese Fifa-Lizenz für die Runners-Point-Geschäfte hat die Hannover Finanz beim Kauf mit übernommen. „Das war eine Voraussetzung für den Kauf von Runners Point“, sagte HertzEichenrode.

Die Hannover Finanz Gruppe gehört zu den größten unabhängigen Wagniskapitalgebern in Deutschland. Das investierte Kapital beträgt derzeit mehr als 450 Millionen Euro und verteilt sich auf rund 50 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen. Die Hannover Finanz konzentriert sich dabei auf mittelständische Unternehmen und ist in der Vergangenheit unter anderem an der Optikerkette Fielmann oder den Rossmann-Drogeriemärkten beteiligt gewesen.

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