Wirtschaft : Kampf um das Bier

SAB-Miller bekräftigt Angebot für Foster’s

London - Der britische Brauereikonzern SAB-Miller wendet sich mit seinem Übernahmeangebot für den australischen Konkurrenten Foster’s nun direkt an die Aktionäre. Das Gebot liege unverändert bei 9,5 Milliarden australischen Dollar (6,9 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. SAB-Miller hatte bereits im Juni für Foster’s geboten, das Management hatte die Offerte aber als zu niedrig zurückgewiesen. SAB-Miller bekräftigte nun, dass es sein Angebot für „attraktiv“ halte. Daher werde es den Foster’s-Aktionären unterbreitet.

SAB-Miller mit Marken wie Pilsner Urquell, Grolsch und Miller ist einer der größten Brauereikonzerne der Welt. Foster’s hält die größten australischen Brauereien Carlton und United Breweries. Das Unternehmen hatte kürzlich sein Biergeschäft von der schlecht laufenden Weinsparte abgetrennt. Foster’s gilt als eine der letzten großen Renditeperlen auf dem Biermarkt, und SAB-Miller ist nicht der einzige Interessent.

Die Investoren von SAB-Miller reagierten positiv auf den Vorstoß. Der Brauereikonzern zählte mit einem Plus von 1,2 Prozent zu den größten Gewinnern im Londoner Börsenindex FTSE. „Offensichtlich ist sich SAB ziemlich sicher, dass sie ihr Vorhaben mit einem erneuten Angebot forcieren können“, schrieben die Analysten von Investec Securities.

Die Konzentration auf dem weltweiten Biermarkt nimmt seit Jahren immer weiter zu. Die vier größten Brauereikonzerne kontrollieren die Hälfte des Marktes. Nummer eins ist Inbev, 2004 aus der Fusion der belgischen Interbrew mit dem brasilianischen Brauer Ambev hervorgegangen. 2008 kaufte der Konzern Anheuser-Busch in den USA. dpa/rtr

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