Karriere : Einfach mal „Nein“ sagen

An zusätzliche Aufgaben im Job kommt man oft sehr leicht. Dafür sorgen schon Vorgesetzte und Kollegen. „Ich muss da diesen Bericht erstellen und Ihnen geht das immer so leicht von der Hand. Könnten Sie nicht...?“ lautet eine der möglichen Anfragen. „Viele Menschen sagen automatisch Ja, wenn sie um einen Gefallen gebeten werden, ärgern sich aber später darüber“, sagt Cordula Nussbaum, Zeitmanagement-Trainerin aus Sauerlach bei München. Besser sei es daher, sich nicht von einer solchen Anfrage überrumpeln zu lassen.

In dieser Situation sollte man sich deshalb zunächst eine kurze Bedenkzeit erbitten. „Das können zehn Minuten sein, ein paar Stunden oder auch einige Tage“, sagt Nussbaum. „Es geht nicht darum, dass man niemanden mehr hilft", sagt Nussbaum. Wahllos übernommene Arbeiten sorgten aber nicht nur für Unmut und Stress, sondern würden oft auch schlecht oder gar nicht erledigt. Insofern sei ein klares „Nein“ häufig für alle Beteiligten nützlicher als ein widerwilliges „Ja“.

Im Umgang mit Kollegen sollte man ein „Nein“ möglichst nett verpacken. Einer Ablehnung könne man oft schon mit einem kleinen Lachen die Schärfe nehmen. Manchmal helfe es auch, den anderen zu vertrösten: „Vielleicht kann ich Dir aber demnächst einmal helfen.“ Die eigene Entscheidung für das „Nein“ sollte man möglichst nicht begründen. „Denn damit eröffnet man meist lange und missverständliche Diskussionen.“ ddp

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