Karriere : Keine Bange vor der Lücke

Ein Lebenslauf muss nicht geradlinig sein

Einige Monate Arbeitslosigkeit oder eine Auszeit von den Strapazen des Berufslebens reißen eine Lücke in den sonst geradlinigen Lebenslauf. Die Hamburger Karriereberaterin Svenja Hofert beruhigt: „Bewerber müssen in einem Lebenslauf nicht jede Station präzise und mit detaillierten Zeitangaben auflisten – wichtiger ist es, das Wesentliche zu dokumentieren.“ In Deutschland sei noch zu sehr die Ansicht verbreitet, dass im Lebenslauf jede noch so kurze oder unwichtige Station vermerkt werden müsse, erzählt Hofert. Bewerber sollten sich aber auch hierzulande mehr am angloamerikanischen Stil orientieren.

Dieser zeichne sich im wesentlichen dadurch aus, den Lebenslauf als Selbstmarketing zu verstehen. „Selbstmarketing ist die Kunst des Weglassens und Betonens.“ Insbesondere weniger wichtige Stationen könnten Bewerber getrost weglassen oder zumindest knapp zusammenfassen, etwa in der Kategorie Nebenjobs.

Manchmal allerdings könnten Tätigkeiten, die auf den ersten Blick unwichtig und ohne Bezug zur aktuellen Stellenbewerbung erscheinen, einen Lebenslauf durchaus auch aufwerten. Auch eine berufliche Auszeit in Form eines längeren Urlaubs muss dem beruflichen Werdegang nicht schaden. „Wenn jemand auf dem Jakobsweg pilgert, macht ihn das durchaus interessant“, sagt Hofert. ddp

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