Karriere : Kreative Ideen fördern

Der VBKI vergibt einen neuen Wissenschaftspreis für Absolventen.

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Knapp 15 Ausschüsse und Arbeitskreise zählt der VBKI. Darin widmen sich die Mitglieder wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen, die für die Entwicklung der Stadt eine wichtige Rolle spielen. Dabei geht es beispielsweise um Start-ups, um Frauen in der Wirtschaft, um Elektromobilität, Energie, Wirtschaft und Ethik, die Kreativszene und Kultur.

Bereits seit mehr als zehn Jahren beschäftigen sich die Mitglieder mit dem Bereich Bildung und Wissenschaft. Rund alle sechs Wochen setzen sich bis zu 20 Vertreter der Wirtschaft zusammen, tauschen sich mit Schulleitern und Professoren aus und laden Gastreferenten zu Veranstaltungen ein. Das Ziel ist, Projekte zu entwickeln und Initiativen zu starten, um die Bildung und Forschung der Hauptstadtregion voranzubringen. Hervorgegangen ist daraus 2005 das Bürgernetzwerk Bildung, zu dem auch rund 2000 freiwillige Lesepaten gehören, die Kinder dabei unterstützen, Lesen zu lernen.

Vor rund 20 Jahren startete der VBKI den Europapreis, deren Preisträger sich mit rechtlichen, ökonomischen und politischen Fragen auseinandersetzten. Laut VBKI-Geschäftsführer Udo Marin sind die Themen der Arbeiten immer „peripherer“ geworden. Das war Grund genug, diesen durch einen anderen Preis zu ersetzen. Der neue Wissenschaftspreis wird für Dissertationen und Masterarbeiten verliehen, die „in besonderer Weise zur Förderung der Wissenschafts- und Wirtschaftsentwicklung im Raum Berlin- Brandenburg beitragen“.

Die Abschlussarbeiten werden von den Professoren ausgewählt und beim VBKI eingereicht. Die Jurymitglieder stammen aus den Universitäten und Fachhochschulen sowie vom VBKI. Juryvorsitzender ist Professor Peter Deuflhard, Senior Professor Numerical Analysis der Freien Universität Berlin und ehemaliger Präsident des Zuse-Instituts Berlin. Von 18 Bewerbungen wurden sechs junge Forscher im vergangenen Jahr erstmalig mit dem Preis ausgezeichnet. Sie beschäftigten sich beispielsweise mit dem Alltag von Pflegeheim-Bewohnern und neuen Krebstherapien. Daniela Ghetto, die an der Fachhochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde ihre Masterarbeit im Fachbereich „Landschaftsnutzung und Naturschutz“ geschrieben hat, widmete sich der Umweltbildung und Vermittlung von Energie in Natur und Technik für Schüler von der fünften bis zur 10. Klassenstufe. Dafür entwickelte die 28-Jährige im Rahmen ihrer Abschlussarbeit Bildungsmodule für ein Forschungsschiff im Biosphärenreservat Schorfheide Chorin. „Das Schiff ist ein besonders neuartiges Projekt im Bereich der Regionalentwicklung, das auch Arbeitsplätze schafft“, sagt die Preisträgerin, die sich über die große Wertschätzung durch die Auszeichnung freut. Das Preisgeld von 3000 Euro hütet sie noch für eine besondere Investition.

Die Bewerbungsfrist für den Wissenschaftspreis des VBKI endet jedes Jahr im Februar. Katja Gartz

Udo

Marin ist Geschäfts-führer

des VBKI

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