LEHRSTELLENBÖRSE : Porträtmacher

Sabine Hoelper

HEUTE GESUCHT:

Bald beginnt das neue Ausbildungsjahr und viele Jugendliche suchen noch eine Stelle. Mit dem Portal meinestadt.de hat der Tagesspiegel deshalb die „Lehrstellenbörse – Perspektive Jugend“ gestartet: Zweimal wöchentlich präsentieren wir Firmen, die Ausbildungsplätze vergeben.

Animation gehört zum Shooting dazu. „Den Kopf ein bisschen mehr nach links drehen und lächeln. Ja, jetzt die Augen ein bisschen höher und direkt in die Kamera schauen. Genau so, prima. Und lächeln. Wow, das sieht sehr gut aus. Perfekt.“ So in etwa klingt es, wenn ein Fotograf Menschen ablichtet.

Das in Kiel ansässige Unternehmen Studioline mit Fotostudios in Hamburg, Kiel, Leipzig und Eckernförde ist auf Porträtfotografie spezialisiert. Zum 1. November eröffnet Studioline zwei Filialen in Berlin und sucht dafür zwei Azubis zum Fotografen.

Nicht professionelle Models wie Heidi Klum oder Claudia Schiffer werden vor ihrer Linse posieren, sondern gewöhnliche Menschen, die Bewerbungsfotos brauchen oder einfach mal aktuelle Fotos haben wollen. Auch Hochzeits- und andere Gesellschaften begleiten die Fotografen mit der Kamera.

Bei Studioline drücken die Azubis von Anfang an auf den Auslöser. Sie lernen digital zu fotografieren, vom Umgang mit der Kamera über das Einstellen von Brennweiten und Belichtungszeiten bis zur Wahl des Objektivs, und wie man Licht einsetzt, um Stimmungen zu erzeugen. In der Berufsschule steht auch die analoge Fotografie auf dem Programm.

Im Gegensatz zu dieser zwar spannenden, aber eher einsamen Arbeit ist der Alltag der Azubis im Studio lebhafter; „glamouröser“ würde Fotografin Ines Cordsen dazu sagen. „Der Umgang mit den Menschen ist ein wichtiger Teil der Arbeit“, erklärt die Studioline-Mitarbeiterin. „Der Fotograf muss die Kunden in die Glamour-Welt hineinziehen.“ Deshalb sei es Voraussetzung, dass der Bewerber extrovertiert ist und eine Affinität zum „Stylischen“ besitzt. Letzteres ist auch deshalb wichtig, weil er Modelle vor dem Shooting auch schminkt.

Bewerben können sich junge Leute, die Lust am Fotografieren haben, ein bildnerisches Talent und ein gutes Allgemeinwissen besitzen. Der Schulabschluss ist nicht entscheidend, dafür machen sich Erfahrungen in der Fotografie, im Malen oder Zeichnen gut. „Der Interessent soll zeigen, dass er kreativ ist“, sagt Cordsen. Daher solle die Bewerbung möglichst auch Arbeitsproben enthalten.

Die Lehre dauert drei Jahre, sie wird mit rund 260 Euro im ersten bis zu 390 Euro im dritten Lehrjahr vergütet. Näheres über die Stelle unter Email: i.cordsen@studioline.de.Sabine Hoelper

Die Lehrstellenbörse im Internet: www.tagesspiegel.de/lehrstellenboerse, www.meinestadt.de

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