LEHRSTELLENBÖRSE : Sichthelfer

Sabine Hoelper

HEUTE GESUCHT:

Bald beginnt das neue Ausbildungsjahr und viele Jugendliche suchen eine Lehrstelle. Mit dem Online-Portal meinestadt.de hat der Tagesspiegel deshalb die Aktion „Lehrstellenbörse – Perspektive Jugend“ gestartet: Zweimal wöchentlich porträtieren wir Firmen, die Ausbildungsplätze vergeben.

Die Brille mit den großen Gläsern verdeckt fast das halbe Gesicht der Kundin, die eckige Fassung passt nicht zur Gesichtsform, beim nächsten Modell steht ihr die Farbe nicht. So geht das weiter, ein Modell nach dem anderen hängt der Augenoptiker an seinen Platz zurück. Seine Aufgabe ist es, die Kundin geduldig zu beraten – bis sie die richtige findet.

Drei Mitarbeiter und ein Auszubildender verkaufen im Haus der Optik Lankwitz Sehhilfen, Kontaktlinsen und Sonnenbrillen. Zum 1. September sucht das Unternehmen einen weiteren Azubi, der Augenoptiker werden will.

Am Anfang lernt er die unterschiedlichen Materialien und Eigenschaften der Gläser kennen. „Der Azubi muss wissen, ob es sich um Gläser für Kurz- oder Weitsichtige handelt“, erklärt Geschäftsführerin Yvonne Schaefers. Hat der Azubi sich das nötige Basiswissen angeeignet, stellt er in der Werkstatt des Hauses Brillen her: Er richtet die Gläser nach ihrem Mittelpunkt aus, schleift sie mit einem Handschleifautomaten und später auch mit dem computergesteuerten Apparat und poliert sie. Anschließend setzt er die Gläser in die Brillenfassung ein. Ist ein Gestell zerbrochen, lötet er es.

In Kontakt mit den Kunden kommt der Azubi im zweiten Lehrjahr. Zu seinen Aufgaben im Laden gehört, sie beim Kauf von Brillen zu beraten oder ihnen erklären, wie man Kontaktlinsen pflegt. Kunden, die eine Sehhilfe benötigen, misst er die Pupillendistanz, also die Strecke von der Nasenwurzel bis zur Pupillenmitte. Mit Hilfe dieser Daten arbeitet er die Gläser in die Fassungen ein.

Auch wenn Verkaufsgespräch und Ladendekoration einen großen Teil des Alltags ausmachen, sei der Beruf vor allem ein handwerklicher, betont Schaefers. Deshalb sollte der Bewerber unbedingt handwerkliches Geschick besitzen. Gute Noten in Mathematik und Physik sind ebenfalls erwünscht. Außerdem muss er kontaktfreudig sein – und modebewusst. Eine Brille werde heute schließlich als schickes Accessoire wahrgenommen.

Die dreijährige Ausbildung wird mit rund 280 Euro im ersten, bis 430 Euro im dritten Jahr vergütet. Sofern der Azubi gute Leistungen bringt, hat er gute Chancen übernommen zu werden. Alternativ ist es etwa möglich, ein Fachhochschulstudium zum Diplom-Optometristen anschließen. Der Abschluss ist vergleichbar mit dem Meistertitel, der in Berlin nicht mehr erworben werden kann.

Bewerbungsschluss ist der 30. Juni. Kontakt: Yvonne Schaefers, Email: welcome@hdo-l.de.Sabine Hoelper

Die Lehrstellenbörse im Internet: www.tagesspiegel.de/lehrstellenboerse, www.meinestadt.de

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