Literatur- und Ideenmanager : Mit Software Ideen managen

Aus dem Netz kann man Programme herunterladen.

Wer in Studium, Beruf und Freizeit viel liest oder schreibt und die Ergebnisse präsentiert, dem schwirrt leicht der Kopf. Für einen besseren Durchblick sorgt dann Software, die Bücherlisten erstellt und dabei hilft, Gedanken klar zu gliedern. Das spart Zeit und verhindert Chaos auf dem Schreibtisch – und kann auch System in die CD-Sammlung bringen.

„Die Literatur- und Ideenmanager nützen allen, die viele Informationen verarbeiten und für Texte oder Präsentationen herleiten müssen, woher sie diese haben“, sagt Sabine Pfeiffer, Arbeitssoziologin aus München. Mit Hilfe der Manager, die „Lit-Link“ oder auch „Bibliographix“ heißen, lassen sich Bibliothekskataloge oder Fachdatenbanken online durchsuchen. Die Fundstellen werden dann per Mausklick übernommen – das eigenhändige Eingeben entfällt. „Das spart Zeit und Tippfehler“, sagt Joachim Eberhardt von der Uni-Bibliothek Erlangen-Nürnberg. Internetlinks lassen sich ebenso verknüpfen wie auf der Festplatte gespeicherte Text-, Video- oder Audiodateien.

Die Programme erstellen zudem nach den Wünschen des Nutzers einheitliche Literaturverzeichnisse, die sich etwa in „Word“ kopieren lassen. Aus Büchern oder Internetquellen entnommene Textstellen können verschlagwortet, mit Kommentaren versehen und nach Themen sortiert werden. So lassen sich Ideen festhalten und über die Suchfunktion wiederfinden. „Das hilft beim Querdenken“, sagt Sabine Pfeiffer.

Einige der Programme kosten nicht viel. „Lit-Link“ gibt es sogar kostenlos. Auch „Bibliographix“ ist in der „Basic“-Variante gratis, das grenzenlose Nutzen kostet rund 50 Euro. Ebenso kostenfrei, aber in der Nutzung beschränkt, ist die „Free“-Version von „Citavi“. Ohne die Beschränkung werden 90 Euro fällig. Eine Lizenz von „Visual Composer“ kostet 80 Euro, für Studenten und Schüler die Hälfte. Einen Marktüberblick gibt es unter www.literaturmanagement.net.

Eberhardt rät, Programme vorab zu testen. Denn wer mit dem Manager seiner Wahl nicht zurecht kommt, kann seine Daten nicht immer in einen anderen übertragen. Die Anzahl der unterstützten Bibliothekskataloge und Dokumententypen unterscheiden sich stark. Zudem lassen sich die Literaturverzeichnisse standardmäßig nur in „Microsoft Office“ kopieren, in „OpenOffice“ etwa nicht unbedingt. Eine intuitive Bedienung ist ebenfalls nicht selbstverständlich.

www.lit-link.ch
www.bibliographix.de
www.citavi.com
www.visualcomposer.net
www.literaturmanagement.net

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