KAUFEN oder NICHT : Buitoni schlägt Barilla Rote Ampel in der Dusche

Weniger als die Hälfte der probierten Nudeln sind gut /Zwei Bio-Produkte enthielten ein Schimmelpilzgift und fielen durch

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Foto: promo
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Wer zu Bio greift, erwartet besonders hohe Qualität. Frei von Schad- und Zusatzstoffen sollen sie sein. Aber ausgerechnet zwei Bio-Produkte fielen in einem Test der Stiftung Warentest negativ auf. Die Spirelli von Alnatura und Rossmann hätten nicht verkauft werden dürfen, weil sie zu viel vom Schimmelpilzgift Deoxynivalenol enthielten. Es wird von Pilzen gebildet, die das Getreide auf dem Feld befallen. Richtige Lagerung und eine vorherige Reinigung des Weizens können den Befall vermindern. Als tolerabel gilt ein Mikrogramm pro Kilogramm Gewicht und Tag. Mit nur einer 100-Gramm- Portion der Bio-Nudeln überschreitet ein 60 Kilo schwerer Mensch diesen Grenzwert schon um die Hälfte. Für Kinder wären bereits 20 Gramm Nudeln zu viel. Zudem gibt es noch andere Quellen wie Brot, über die man das Gift aufnimmt. Rossmann nahm die Nudeln sofort aus dem Regal, einen Rückruf gab es nicht. Alnatura, die erst mitgeteilt hatten, die Charge sei verkauft, musste schließlich die restlichen Packungen zurückrufen, weil die Tester sie noch vereinzelt im Handel fanden. Das Geld wird den Kunden erstattet.

Die Warentester prüften 25-mal Spiralnudeln aus Hartweizen – vier Mal mit Ei, drei Mal aus Vollkorn. Fünf Produkte trugen ein Biosiegel. Geschmack, Geruch und Aussehen prüften die Tester vor und nach dem Kochen in allen Facetten. Sie suchten zudem nach Bakterien, Pilzen und Schadstoffen. Weniger als die Hälfte der Produkte waren gut, einige schmeckten fade, metallisch, bitter oder pappig. Sieger waren die in Italien hergestellten Buitoni Eliche. Die Nudeln der Marke, die zu Nestlé gehört, waren nach Meinung der Tester makellos und aromatisch. Mit Birkel und Barilla deckt Buitoni ein Viertel des deutschen Nudelmarktes ab. Barilla war „befriedigend“, Birkel hatte zumindest ein gutes Ergebnis mit den 7-Hühnchen-Spiralen, die die Firma vertreibt. Vorn lagen die Discounter: Netto Marken-Discount, Netto, Aldi und Lidl punkteten mit guten, günstigen Nudeln. Die besten Nudeln mit Ei stammten von der Eigenmarke von Rewe. Jahel Mielke

Ich glaube, wenn Erfinder oder Musiker sagen, die Idee sei ihnen unter der Dusche gekommen, ist ihnen nur nichts besseres eingefallen. Im Falle des britischen Designers Paul Priestman mag die Legende aber stimmen: Ein Schild in einem Hotelbad, das Gäste bittet, mit Wasser sparsam umzugehen, habe ihn auf den Waterpebble gebracht (Händlerliste unter www.waterpebble.com, ab neun Euro). Dieser „Wasserkiesel“ ist wenig kleiner als der Abfluss der Dusche und besteht angeblich aus zu 100 Prozent recyclebaren Materialien – obwohl in ihm intelligente Elektronik schlummern soll, die beim Wassersparen hilft. Wie es funktioniert, ist auf der Schachtel nur in Piktogrammen erklärt, um für Menschen in aller Welt verständlich zu sein. Mir fällt das zunächst schwer.

Man soll die Taste auf der Unterseite des Plastikkiesels drücken und den Waterpebble auf das Abflussgitter legen. Drei kleine Leuchten signalisieren beim Duschen, wann genug Wasser durchgelaufen ist. Grün heißt weiterduschen, gelb abspülen und rot folglich: Hahn aus! Angeblich lernt der Waterpebble beim ersten Einsatz, wie lange der Besitzer normalerweise duscht. Bei jeder weiteren Dusche schaltet er etwas früher auf rot. Meine Frau fragte: „Woher weiß das Ding, wie dreckig du bist?“ Keine Ahnung. Und woher soll ich wissen, was der Kiesel mir sagen will: Unmöglich, die Leuchten zu erkennen, wenn sich Schaum vor dem Abfluss sammelt. Zwei Punkte gibt's für die gute Absicht. Wer aber wirklich beim Duschen sparen will, kauft sich besser eine wasserdichte Armbanduhr.

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