KAUFEN oder NICHT : Computer im Zwergenformat

Ralf Schönball testet die Konkurrenz des iPhone

Ralf Schönball

Josi strahlt: „Cooles Handy“, sagt sie. Josi muss es wissen, denn sie ist neun Jahre alt und gehört zur „digitalen Generation“, zu der neuerdings alle zählen, die nach dem Personal Computer (1984) zur Welt kamen. In der Tat: Haptisch ist es nicht zu toppen: schwarz, flach, schnell = schick ist unsere Gleichung für das „HTC Touch Diamond“ aus Taiwan.

Und auch uns Frühergeborene erobert das rund 400 Euro teure Handy im Nu. Das Display mit großer Zeitanzeige ist berührungsempfindlich, ein Fingerdruck genügt zur Bedienung: Wer die Weltkugel antippt, gelangt ins Internet, die Sonne steht für den Wetterbericht, ein Kuvert für die Mailbox, eine Note für den Mediaplayer. Wem die Standardprogramme nicht reichen, der drückt den Startknopf von Windows: Dessen mobile Version dient dem HTC als Betriebssystem. Hier findet man Office-Programme wie Word und ein Navigationssystem mit GPS.

Das HTC ist eben ein Zwergen-PC, das mit liebevollen Details wie dem magnetisch im Gehäuse gehaltenen Bedienstift besticht. Den Stift sollte man besonders in Gesellschaft benutzen, denn die Finger ziehen böse Schlieren auf dem Display, als habe man gerade Pommes von der Pappe gefischt. Weitere Nachteile? Verbindet man das Handy per USB-Kabel mit dem PC, ohne die Spezialsoftware zu installieren, dann erscheinen nicht alle Ordner des HTCs auf dem Rechner. Doch damit wären wir auch wieder bei einem Vorzug: Ein Netzteil ist überflüssig, der Akku wird per USB-Kabel geladen. Damit steht das Urteil fest: „Haben wollen!“, sagt Josi.

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