KAUFEN oder NICHT : Pinguin in der Küche

Stefan Kaiser testet einen Tea-boy

Stefan Kaiser

Man sollte niemanden wegen seines Aussehens verurteilen – auch den Tea-boy nicht. Ein Pinguin mit Filzhut ist zwar vielleicht nicht gerade das, was man am frühen Morgen in seiner Küche erwartet, doch man kann sich an den Anblick gewöhnen. Wenn das Plastiktier seinen Schnabel senkt und einen mit seinen gelb-schwarzen Augen anschaut, wirkt er sogar ganz putzig.

Praktisch ist der Tea-boy allemal: Mit ihm sind die Zeiten vorbei, in denen man morgens singend unter der Dusche stand und den schwarzen Tee in der Küche 15 Minuten vor sich hin ziehen ließ. Nun wacht der Tea-boy über den Tee. Mit der Uhr an seiner Seite lässt sich bis auf die halbe Minute genau einstellen, wie lange der Tee ziehen soll. Nach Ablauf der Zeit hebt der Tea-boy unter lautem Klingeln den Schnabel und zieht den daran befestigten Teebeutel aus dem Wasser.

Bei allen Versuchen hat dies immer ausgezeichnet funktioniert. Wenn der Tester aus der Dusche kam, baumelte der Teebeutel bereits hoch über der Tasse am Schnabel des Pinguins und gab noch ein paar letzte Tropfen ab. Problematischer ist es dagegen, wenn man selbst in der Küche neben dem Tea-boy sitzt. Das laute Wecker-Klingeln kann morgens sehr unangenehm sein. Dafür macht es immerhin wach.

Einen weiteren Minuspunkt gibt es für das umständliche Entfernen des Teebeutels. Hat man die Beutelschnur einmal um den Pinguin-Schnabel gewickelt, gibt der Tea-boy sie nur ungern wieder her. Auch die Teeflecken, die beim Kampf um den Beutel auf dem weißen Pinguin-Bauch entstehen, sind kein schöner Anblick. Aber es kommt auf die inneren Werte an.

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