KAUFEN oder NICHT : Sakko mit Akku

Der "iSuit", ein Anzug mit dem man sein Handy aufladen kann, verspricht die Lösung für alle Steckdosen-Nomaden. Ob sich der Kauf lohnt, verraten wir in unserem Produkttest.

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Wechselstrom. Dank diverser mitgelieferter Adapterstecker, kann eine ganze Reihe von verschiedenen Handymodellen eingestöpselt werden. Foto: Kai-Uwe Heinrich
Wechselstrom. Dank diverser mitgelieferter Adapterstecker, kann eine ganze Reihe von verschiedenen Handymodellen eingestöpselt...

Der Mensch begann als Nomade. Immer auf der Suche, bis irgendjemand den Ackerbau erfand und wir sesshaft wurden. Einige Jahrtausende lang erwies sich das als praktikables Lebensmodell – dann kamen die Smartphones. Und seit die internetfähigen Telefone mit ihren stromfressenden Displays die Nur-Telefon-Handys abgelöst haben, läuft die Evolution rückwärts. Ständig auf der Suche nach Strom zum Aufladen, entwickelten wir uns wieder zurück zu Nomaden. Steckdosen-Nomaden quasi.

Abhilfe verspricht der Herrenschneider Digel mit seinem „iSuit“, einem Anzug mit herrlich unkarottigen Hosen aber für meinen Geschmack etwas zu breit gepolsterten Schultern, in dessen Jacket sich eine Tasche mit einem handtellergroßen Stromspeicher versteckt. Die Bedienung ist idiotensicher: Akku laden, Adapter auswählen, MP3-Player, Telefon oder was auch immer einstöpseln, Knopf drücken. Der Test auf dem Nachhauseweg vom Büro klappt reibungslos. Das Handy ist voll, allerdings muss dann der Stromspeicher wieder ans Netz.

Gute Idee für den Energie-Notfall, also. Nur weiß ich nicht, ob ich deshalb gleich 369 Euro für den „iSuit“ locker machen muss. Vielleicht besorge ich mir besser nur den separat erhältlichen Akku. Den könnte ich dann – ganz der moderne Nomade – auch zum Zelten mitnehmen, wo es wirklich keine Steckdosen gibt.

DAS TESTURTEIL: 5 Punkte

(0 Punkte: Hände weg und alle Bekannten warnen, 5 Punkte: Noch mal drüber schlafen, 10 Punkte: Sofort kaufen.)

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