Wirtschaft : Keine Erholung am Bau

BERLIN (kvo).Das Deutsche Institut für Wirtschaft in Berlin (DIW) hat in seinem jüngsten Bericht neue Zahlen für die Entwicklung der Bauwirtschaft vorgelegt und gleichzeitig seine bisher veröffentlichten Daten für die Jahre 1996 und 1997 korrigiert.Die Forscher des DIW gehen davon aus, daß das reale Bauvolumen in Westdeutschland 1999 mit rund 400 Mrd.DM dem Ergebnis des Vorjahres entsprechen wird.Für Ostdeutschland erwarten die Forscher für 1999 einen Rückgang des Bauvolumens um rund fünf Mrd.DM auf 121 Mrd.DM.Geringe Zuwächse in der Nähe von einem Prozent sagt das DIW für das Jahr 2000 voraus, dabei sei die Perspektive für Westdeutschland weiterhin etwas günstiger als für Ostdeutschland.

1998 beschäftigte das Baugewerbe insgesamt 2,51 Millionen Menschen, 141 000 Menschen weniger als 1997.Mehr als die Hälfte der abgebauten Stellen wurde in den neuen Bundesländern gestrichen.Nach Ansicht des DIW wird der Stellenabbau auch im laufenden Jahr weiter fortgesetzt werden.Mit jeweils 40 000 Stellen im Ost- und Westteil des Landes würde er allerdings erheblich moderater ausfallen als im vergangenen Jahr.

Nach Angaben des DIW liegen erst jetzt umfassende Angaben zu den Umsätzen in den Jahren 1996 und 1997 vor.Aus diesen geht hervor, daß es bereits seit 1996 zu einem Umsatzrückgang im Ausbaugewerbe kam, der bislang unterschätzt wurde.Das DIW geht jetzt davon aus, daß 1996 der auf Kleinbetriebe (bis zu zehn Beschäftigte) entfallene Umsatz in den alten Bundesländern um 2,6 Prozent auf 145,78 Mrd.DM zurück gegangen ist.Für die neuen Bundesländern haben die Forscher einen Rückgang um 2,0 Prozent auf 46,33 Mrd.DM ermittelt.Seit 1997 seien die Umsätze auch bei den größeren Betrieben zurückgegangen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar