Kindergeld nur noch bei Steuernummer? : Eltern fürchten um das Kindergeld

Ab dem 1. Januar 2016 will die Familienkasse die Steuer-ID der Kinder sehen. Eltern sind in Aufruhr. Doch meistens kennt die Behörde die Nummer schon.

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Geld für Kinder: Das Kindergeld wird im nächsten Jahr um zwei Euro pro Monat erhöht. Das erste und zweite Kind bekommen dann jeweils 190 Euro, das dritte 196 Euro, und ab dem vierten Kind gibt es jeweils 221 Euro im Monat.
Geld für Kinder: Das Kindergeld wird im nächsten Jahr um zwei Euro pro Monat erhöht. Das erste und zweite Kind bekommen dann...Foto: dpa

Panik in den sozialen Netzwerken: Eltern müssen bis zum Jahresende der Familienkasse die Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID) ihrer Kinder melden, sonst wird das Kindergeld gestrichen, heißt es dort. Eine Nachricht, die viele Eltern in Aufruhr versetzt hat. Nur: „So stimmt das nicht“, sagt der Berliner Steuerberater Wolfgang Wawro.

Steuer-ID ist ab Januar Pflicht

Richtig ist, dass die Angabe der Steuer-ID ab dem 1. Januar 2016 eine weitere Voraussetzung ist, um Kindergeld zu bekommen. Damit soll sichergestellt werden, dass das Geld für jedes Kind nur einmal ausgezahlt wird, heißt es bei der Bundesagentur für Arbeit.

Aber: Die Nummer ist der Kindergeldstelle in vielen Fällen bereits bekannt. Bei Neuanträgen wird die Steuer-ID von Eltern und Kind direkt abgefragt. Bei laufenden Kindergeldanträgen liegen die Steuernummern in 90 Prozent der Fälle vor, heißt es bei der Behörde. „Wenn nicht, werden die Familien angeschrieben und können die Steuernummern nachreichen“, weiß Wawro. Dazu hat man ein Jahr lang Zeit.

Nur wer auch 2016 die Daten nicht einreicht, muss befürchten, dass die Familienkasse das für 2016 ausgezahlte Kindergeld zurückfordert. Dennoch sollten die Betroffenen die Meldung nicht auf die lange Bank schieben, rät der Bund der Steuerzahler. Sonst bestehe die Gefahr, die Sache zu vergessen.

Wo gibt es die Steuernummer? Die ID-Nummern der Kinder haben die Eltern vom Bundeszentralamt für Steuern per Post zugeschickt bekommen. Ist das Schreiben verloren gegangen, sollten sich die Eltern an die Behörde wenden.

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