Wirtschaft : Kirch will gegen Springer klagen Hauptversammlung im August

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Hamburg/München (cbu/lip/HB). Leo Kirch holt zum Schlag gegen den Axel Springer Verlag aus. Kirch, der noch immer mit 40 Prozent an Springer beteiligt ist, will eine außerordentliche Hauptversammlung bis zum 19. August erzwingen, um eine Sonderprüfung durchzusetzen. Er macht Schadenersatzansprüche in dreistelliger Millionenhöhe geltend.

Um den Druck zu erhöhen, bereitet Kirch offenbar auch eine Klage gegen Springer vor. Der Springer-Vorstand soll danach ein falsches Bild über die Verlustsituation für 2001 abgegeben haben. Die Kirch-Anwälte vertreten offenbar die Ansicht, dass der bei dem börsennotierten Medienhaus ausgewiesene Fehlbetrag von 198 Millionen Euro für 2001 um fast 80 Millionen Euro zu hoch ausgefallen sei.

Kirch wirft Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner und Großaktionärin Friede Springer vor, seinen Medienkonzern in den Ruin getrieben zu haben. Kirch hofft, mit dem Manöver seine Position bei den Verkaufsverhandlungen seiner Springer-Beteiligung verbessern. Er hat dabei nur noch bis Ende August Zeit, dann fällt das Paket an den Kirch-Gläubiger Deutsche Bank.

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