Wirtschaft : Kombilohn

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Als Kombilohn wird die Bezuschussung geringer Einkommen durch den Staat bezeichnet. Ein Beispiel ist das "Mainzer Modell", das zum 1. März bundesweit eingeführt wurde. Die Idee: Jeder, der einen sozialversicherungspflichtigen Job annimmt, der zwischen 325 und 897 Euro im Monat einbringt, bekommt vom Bund die Beiträge zur Sozialversicherung bezahlt. Die Obergrenze für Paare und allein Erziehende liegt bei zusammen 1707 Euro. Außerdem gibt es einen einkommensabhängigen Zuschlag zum Kindergeld von 25, 50 oder 75 Euro pro Kind. Damit soll es interessanter werden, einen Job anzunehmen, statt Transfers vom Staat zu beziehen. Die Arbeitslosigkeit soll reduziert werden, indem gering qualifizierte Arbeitslose motiviert werden, eine gering bezahlte Arbeit aufzunehmen. Hintergrund ist das Problem, dass im Niedriglohnsektor häufig Gehälter bezahlt werden, die nur knapp über dem Einkommen aus Sozialleistungen liegen. Jedoch ist die Förderung auf drei Jahre begrenzt. Rund 30 000 neue Stellen verspricht sich Arbeitsminister Walter Riester (SPD) von dem Modell.

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