Wirtschaft : Konjunktur: Industrie gewinnt an Schwung - Marktanteil der Exporteure legt zu

Die anziehende Inlandsnachfrage und das gute Exportgeschäft werden die deutsche Industriekonjunktur in diesem Jahr richtig in Schwung bringen. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) dürfte die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im Jahr 2000 um rund fünf Prozent zulegen. Damit werde die Industrie wieder zum Tempomacher des gesamtwirtschaftlichen Wachstums. Die Auftragsbücher der Unternehmen seien recht gut gefüllt, und die meisten Branchen blickten frohen Mutes in die Zukunft, schrieben die Experten. So dürften Maschinenbau und Stahlindustrie nach Produktionsrückgängen 1999 in diesem Jahr kräftige Zuwächse von sechs beziehungsweise acht Prozent erreichen. Der Output in der Elektroindustrie werde mit sieben Prozent das Vorjahresplus nochmals übertreffen. Chemie und Autohersteller dürften zumindest ihr bisheriges Wachstumstempo beibehalten. Selbst die zuletzt arg gebeutelte Textilindustrie könne auf ein Ende der Talfahrt hoffen. Gespeist werde der Aufschwung aus der anhaltend starken Auslandsnachfrage, der anziehenden Inlandsnachfrage und einer günstigen Preis- und Kostenentwicklung. Die jüngsten Tarifabschlüsse ließen erwarten, dass die deutsche Industrie in der nächster Zeit keine weiteren hausgemachten Kostenschocks zu verkraften habe. Besonders der Export gewinne an Fahrt und die Bundesrepublik gewinne so viele Anteile am Weltmarkt zurück wie seit 20 Jahren nicht mehr. In den ersten vier Monaten dieses Jahres sei beim Export der Vorjahresstand um gut 16 Prozent übertroffen worden. Die Lieferungen an die Länder im Euroraum legten sogar um knapp 17 Prozent zu.

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