• Konzern legt bei Medikamenten kräftig zu, erzielt bei landwirtschaftlichen Produkten jedoch ein schlechtes Ergebnis

Wirtschaft : Konzern legt bei Medikamenten kräftig zu, erzielt bei landwirtschaftlichen Produkten jedoch ein schlechtes Ergebnis

Der aus der Fusion von Hoechst und Rhône-Poulenc hervorgegangene Aventis-Konzern hat seinen Umsatz 1999 um 4,2 Prozent auf etwa 18,4 Milliarden Euro (fast 36 Milliarden Mark) gesteigert. Dabei legte das Pharmageschäft zu, der Umsatz mit landwirtschaftlichen Produkten war dagegen rückläufig, wie das Unternehmen am Donnerstag bei der Bekanntgabe seiner vorläufigen Zahlen in Straßburg mitteilte.

Im Arzneimittelgeschäft verbesserte sich der Umsatz den Angaben zufolge um 6,9 Prozent auf rund 13,9 Milliarden Euro. Dabei legten vor allem die verschreibungspflichtigen Medikamente im Vergleich zum Vorjahr zu: Das Thrombosemittel Lovenox erreichte einen Umsatz von 782 Millionen Euro (plus 39,6 Prozent), das Krebsmedikament Taxotere legte um 43,2 Prozent auf 500 Millionen Euro und das Allergiemittel Allegra/Telfast um 61,8 Prozent auf 729 Millionen Euro zu. Die neuen Mittel Lovenox und Allegra seien auf dem Weg, sich zu Kassenschlagern zu entwickeln, teilte das Unternehmen mit. Zum Jahresende stieg der Anteil der 15 strategischen Produkte am Pharma-Umsatz auf 29 Prozent gegenüber 21 Prozent im Vorjahr. Dafür ging der Umsatz des Herz-Kreislauf-Medikaments Cardizem um 16 Prozent auf 642 Millionen Euro zurück - laut Unternehmensangaben eine Folge des einsetzenden Wettbewerbsdrucks durch Nachahmer-Medikamente (Generika) in den USA.

Gut entwickelte sich auch das Impfstoffgeschäft Aventis Pasteur: Der Umsatz stieg im Vergleich zu 1998 um 8,2 Prozent auf 818 Millionen Euro. Unverändert blieb der Umsatz bei dem Blutplasma-Unternehmen Aventis-Behring. Wie 1998 lag er auch im Vorjahr bei 832 Millionen Euro.

Bei den landwirtschaftlichen Produkten verzeichnete das Unternehmen dagegen nach eigenen Angaben einen Umsatzrückgang von 3,4 Prozent auf etwa 4,6 Milliarden Euro. Negativ schlug dabei angesichts von Überkapazitäten und daraus resultierender Preisrückgänge das Geschäft mit Tierernährung zu Buche. Aber auch bei Pflanzenschutz und -produktion verzeichnete das Unternehmen vor allem auf Grund von Währungsschwankungen einen Umsatzrückgang um 0,6 Prozent auf gut vier Milliarden Euro. Allerdings hätten die wichtigen Produkte, wie das Insektizid Regent und das Mais-Herbizid Balance zugelegt. Das detaillierte Ergebnis für 1999 will das Unternehmen am 23. März bekanntgeben.

Ende vergangenen Jahres war der Zusammenschluss von Hoechst und Rhône-Poulenc zu Aventis, einem der weltweit größten Anbieter von Pharma- und Landwirtschaftsprodukten, vollzogen worden. Bei den bekannt gegebenen Zahlen für 1999 handelt es sich daher um den so genannten Pro-forma-Umsatz.

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