Wirtschaft : KPMG wird Nummer eins in Europa

Deutsche und britische Gesellschaften fusionieren

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Frankfurt am Main - Die Wirtschaftsprüfer und Berater von KPMG nutzen den neuen Spielraum, den die EU mit einer gerade umgesetzten Richtlinie eröffnet: Zum 1. Oktober 2007 wollen sich KPMG Deutschland und KPMG Großbritannien zur KPMG Europe zusammenschließen. Dadurch entsteht die größte Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft in Europa mit einem Umsatz von rund drei Milliarden Euro und etwa 17 000 Mitarbeitern. Weitere bislang eigenständige europäische KPMG-Gesellschaften sollen sich dem neuen Unternehmen anschließen, dass in London registriert ist und seinen Hauptsitz in Frankfurt hat. Berlin behält die Zentrale der deutschen Tochter von KPMG Europe.

Im Dezember soll der Zusammenschluss durch die noch notwendige Zustimmung der jeweiligen Partner der beiden KPMG-Gesellschaften endgültig unter Dach und Fach gebracht werden. Rolf Nonnenmacher, Vorstandschef der deutschen KPMG, bezeichnete den Zusammenschluss am Donnerstag als „historischen Meilenstein“. Als erste Gesellschaft der Branche sei die KPMG auf dem Weg hin zu einem integrierten europäischen Unternehmen. Damit werde man den Ansprüchen der Kunden gerecht, die erwarten, „dass wir genauso international aufgestellt sind wie sie selbst“. Auch KPMG könne jetzt einen grenzüberschreitenden Service bieten. Er bezeichnet es als gutes Signal für den Standort Deutschland, dass das Unternehmen seinen Hauptsitz in Frankfurt haben wird. Berlin behalte die Zentrale der deutschen Tochter von KPMG Europe. Dort werde nichts abgezogen. In den letzten beiden Geschäftsjahren hat KPMG Deutschland insgesamt 2300 Berater eingestellt. Ende 2005 beschäftigte das Unternehmen mehr als 7000 Mitarbeiter, die einen Umsatz von rund 1,04 Milliarden Euro erzielten. Die britische KPMG hat mehr als 10 000 Mitarbeiter und einen Umsatz von umgerechnet rund 1,9 Milliarden Euro. Bislang ist KPMG International ein weltweiter Verbund mit eigenständigen nationalen Mitgliedsfirmen mit 104 000 Mitarbeitern in 144 Ländern. ro

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