Wirtschaft : Krauss-Maffei baut Panzerfahrzeug GTK

BONN (wei).Den Zuschlag für die Beschaffung des neuen "gepanzerten Transportfahrzeuges" (GTK) der Bundeswehr erhält das Konsortium ARGE unter Führung der Münchner Rüstungsfirma Krauss-Maffei.Dafür sprach sich am Dienstag der Verteidigungsausschuß des Bundestages mit der Mehrheit von CDU, CSU und FDP aus.Mit der endgültigen Entscheidung durch den Haushaltsausschuß wurde am Abend gerechnet.Die Abgeordneten bewilligten zunächst die Entwicklungskosten von 87,4 Mill.DM sowie die Beschaffung von 200 Fahrzeugen für weitere 554 Mill.DM.Die Entwicklung soll bis zum Jahr 2004 abgeschlossen und das erste Los bis 2006 an die Bundeswehr ausgeliefert werden.Es handelt sich dabei um den deutschen Anteil.Jeweils 200 GTK wollen die britischen und die französischen Streitkräfte kaufen.

Der Auftrag gilt als größtes Projekt des Panzerbaus über Jahrzehnte.Insgesamt will die Bundeswehr 3000 Fahrzeuge in elf Varianten für sechs Mrd.DM anschaffen.Die Mitglieder des Konsortiums, zu dem die französische Giat und die britische GKN gehören, haben sich damit gegen das Konsortium von IWKA (Karlsruhe) durchgesetzt, an der neben Henschel der französische Anbieter Panhard und der britische Vickers-Konzern beteiligt sind.Für eine intensivere Prüfung ihres Angebotes, gegen das sich die Hardthöhe bereits Anfang des Jahres entschieden hatte, setzten sich zuletzt vor allem Abgeordnete der FDP ein.Auch die SPD plädierte dafür, die Entscheidung zu verschieben, weil die Ausschreibung durch das Verteidigungsministerium fehlerhaft gewesen sei.Der verteidigungspolitische Sprecher der Union im Bundestag, Paul Breuer, rechtfertigte die Entscheidung damit, daß die ARGE ein wesentlich günstigeres Angebot unterbreitet habe.Den Preisunterschied bezifferte er mit 156 Mill.DM.Er geht davon aus, daß Krauss-Maffei als einziger Anbieter für den Bau schwerer Panzerfahrzeuge überleben wird.Das müsse sich aber nicht negativ auf die Arbeitsplätze in Deutschland auswirken, weil beide Konsortien Systemteile von gleichen Zulieferern erhielten.Die Bewaffnung soll von Rheinmetall kommen.

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