KÜHLSCHRÄNKE IM TEST Neun Geräte sind „sehr gut“ : Coole Rechner

Mit manchen Geräten kann man bis zu 50 Prozent Energie sparen. Allerdings sollte man bei der Anschaffung nicht zu viel sparen

Yasmin El-Sharif

Ganze 14 Jahre alt ist ein Kühlschrank in deutschen Haushalten im Schnitt. Das ist unverantwortlich, zumindest aus ökologischer Sicht. Denn mit einem neuen Gerät lassen sich bis zu 50 Prozent Energie sparen, wie die Stiftung Warentest bei einer Untersuchung von 19 Einbaukühlschränken festgestellt hat.

Ein weniger erfreuliches Ergebnis war allerdings, dass die besten Spargeräte (A++) meist recht teuer und in den Geschäften weniger präsent sind als die etwas energieintensiveren Geräte (A+ und A). Die Händler wissen, dass ihre Kunden in erster Linie doch auf den Preis schauen. Doch es lohnt sich in mehrfacher Hinsicht nachzufragen, sagen die Tester. Erstens, weil die guten Geräte während ihrer Lebensdauer bis zu etwa 150 Euro einsparen – gemessen an den heutigen Strompreisen. Und zweitens, weil sie oft beste Qualität bieten. So erwiesen sich im aktuellen Test alle A-Doppelplus-Kühlschränke ohne Sternefach als „sehr gut“, aber keines der Modelle mit der Energieklasse A+ und A. Ganz weit vorn liegt das Miele-Gerät K 9252i-1 mit der Traumnote 1,1. Dieser Kühlschrank ohne Gefrierfach ist mit 920 Euro aber auch der mit Abstand teuerste im Test. Von den drei „sehr guten“ Modellen mit Gefrierfach ist der AEG-Electrolux Öko SK 98843-5i für rund 555 Euro am günstigsten.

Die Geräte der Energieklasse A sind deutlich billiger. So kostet das Gerät von Hotpoint-Ariston nur 350 Euro, das von Beko sogar nur 310 Euro. Obwohl sie gut abschnitten, sind sie nicht unbedingt zu empfehlen. Im Test benötigten sie durchschnittlich etwa 360 bis 430 Wattstunden pro Tag. Auf das Jahr hochgerechnet sind das Stromkosten von 26 bis 31 Euro. Besonders zu empfehlen ist laut Testergebnis dagegen das „sehr gute“ und ebenfalls preiswerte Gerät von Quelle/Privileg für 450 Euro. Dieses verbrauchte lediglich 240 Wattstunden, die jährlich mit etwa 17,50 Euro zu Buche schlagen. Die Modelle von Miele und Liebherr sind noch sparsamer. Zum Vergleich: Ein Router für Telefon und Internet, ebenfalls ständig am Netz, kommt pro Tag auf 300 bis 400 Wattstunden, wie die Tester errechnet haben.

Die getesteten Modelle passen in die übliche Standardnische in Einbauküchen. Zwölf der Kühlschränke bieten auf vier Ebenen 120 bis 144 Liter Kühlvolumen, ausreichend für die Kleinfamilie. Bei den anderen sieben ist der Kühlraum weniger üppig, weil ein Gefrierfach mit 16 bis 18 Litern integriert ist. Viel Gefrierleistung darf man aber nicht erwarten.

Im alltäglichen Gebrauch sahen die Tester wenig Probleme. Mal gab es einige Unwägbarkeiten beim Einbauen in die Möbelnische, mal störten dicke Kunststoffeinfassungen beim Saubermachen. Ob aber weißes LED-Licht oder leicht rötlich-gelbes herkömmlicher Glühlampen das Innere ausleuchtet, ist reine Ansichtssache. Yasmin El-Sharif

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