Wirtschaft : Kultur

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Kostenlos ist nicht gleich wertlos, das zeigt sich besonders bei der Kultur. Zu den Dauerausstellungen der Staatlichen Museen Berlin – vom Ägyptischen Museum über das Pergamon-Museum bis zur Beuys-Installation im Hamburger Bahnhof – haben Besucher an jedem ersten Sonntag des Monats freien Eintritt. Ins Guggenheim-Museum Unter den Linden kann man an jedem Montag gehen, ohne zu bezahlen. Einzelne Museen sind sogar permanent gratis geöffnet, wie das Museum für Kommunikation, das Deutsche Historische Museum im Kronprinzenpalais oder das Alliiertenmuseum im Berliner Süden.

Literaturfreunde können sich über kostenlose Dichterlesungen freuen, die oft von Buchhandlungen etwa dem Kulturkaufhaus Dussmann in der Friedrichstraße veranstaltet werden. So präsentiert Karen Duve im September ihren zweiten Roman „Dies ist kein Liebeslied“. Um neue CDs zu umwerben, stehen bei Dussmann auch Musiker und Prominente auf der Bühne. So signiert Berlins Regierender Klaus Wowereit am kommenden Freitag die CD „Klaus Wowereit trifft Puccini“, eine Sammlung seiner gesammelten Lieblingsstücke des Komponisten. In der darauf folgenden Woche präsentieren Gayle Tufts und Rainer Bielfeldt ihre erste Studio-CD „Two Worlds“.

Besonders vielfältig ist das Gratis-Angebot im Bereich der klassischen Musik. Die Philharmoniker bieten zwar keine Gratis-Konzerte, aber kostenlose Führungen durch ihr bekanntes Haus. Junge Künstler brauchen Bühnenerfahrung, bevor sie sich vor zahlendes Publikum wagen, und so geben die Studierenden der Universität der Künste und der Hanns-Eisler-Musikschule regelmäßig kostenlose Konzerte. Gratis-Musik kann man auch im Musikinstrumentenmuseum am Kulturforum hören, und zwar an jedem zweiten Mittwoch um 15 Uhr 30. Nächster Termin: Am 21. August spielen die Berliner Blechbläser.

Wer andere Musikstile bevorzugt, findet trotz des Endes der Musiktauschbörse Napster im Internet immer noch jede Menge kostenlose Sounds jeglicher Herkunft zum Herunterladen und Probehören. Zum Anhören brauchen Musikfreunde kostenlose Abspiel-Software wie etwa „Winamp“. Den Zutritt zu so genannten Peer-to-peer Netzwerken gibt es zum Beispiel bei www.gnutella.com oder unter www.kazaa.com . Hier werden die Musikdateien nicht bei einem Zentralcomputer bestellt, sondern von Computern anderer privater Musikfreunde heruntergeladen. avi

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