Wirtschaft : Ladenschluß spaltet Gewerkschaften

HAMBURG . Die Diskussion um längere Öffnungszeiten im Einzelhandel spaltet die Gewerkschaften. Bereitschaft zu neuen Tarifverhandlungen signalisierte die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG). Dagegen lehnte die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) rigoros ab, das Ladenschlußgesetz weiter zu lockern. Auch wenn 15 Prozent der Bürger noch längere Ladenzeiten wünschten, müßten sie hinter den Interessen der Beschäftigten zurückstecken. Nach einer Berliner Bundesratsinitiative soll Geschäften an sechs Werktagen die Öffnung bis 22.00 Uhr erlaubt werden. Auch andere Bundesländer setzen sich für eine Lockerung ein. Für neuen Zündstoff hatte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller gesorgt. Er sprach sich dafür aus, die Regelung den Kommunen und ihrer "Kreativität" zu überlassen.

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