Wirtschaft : Länger und flexibler für weniger Geld

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Mit diversen Maßnahmen will VW die Arbeitskosten bei gut 100000 deutschen Mitarbeitern bis 2011 um 30 Prozent reduzieren:

Vergütungsstruktur:

Neue Entgeltgruppen sollen sich an den Löhnen der Auto 5000 GmbH orientieren; in der dortigen TouranFertigung liegen die Arbeitskosten rund ein Fünftel unter dem VW-Niveau .

Co-Investment für Beschäftigung:

Dahinter verbirgt sich längere Arbeitszeit: Wenn sich ein Werk bei einer konzernweiten Ausschreibung zum Beispiel um ein neues Modell oder einen Motor bewirbt, dann soll es seine Chancen mit längerer Arbeit verbessern können.

Variables Entgelt:

Die Höhe des Jahreseinkommens schwankt künftig um bis zu 30 Prozent: je nachdem, wie die persönliche Leistung bewertet wird und der Konzerngewinn ausfällt.

Flexibelstes Autounternehmen der Welt:

Mit der Ausweitung der Arbeitszeitkonten will VW flexibler werden und Kosten drücken. Heutzutage dürfen die Konten nicht mehr als 200 Stunden von der Nulllinie abweichen, künftig sollen es 400 Stunden sein. Das spart Überstundenzuschläge und lässt die Fabrik stärker „atmen“. Wertschöpfende Arbeit:

VW will die Pausen nicht mehr bezahlen wie bisher, sondern für Qualifizierungen nutzen. Derzeit kommt ein Autobauer auf rund eine Stunde bezahlter Pause pro Schicht.

Gesundheitsbausteine:

Die Krankheitskosten sollen den Arbeitnehmern in Rechnung gestellt werden. Dafür gibt es aber Gesundheitspunkte, die zum Beispiel für Wellness- oder Fitnesskurse ausgegeben werden können.

Wettbewerbsfähige Ausbildung:

VW will die Ausbildungsentgelte kürzen und die Verpflichtung zur Übernahme nach der Ausbildung abschaffen. Im Gegenzug würden 20 Prozent mehr Lehrstellen angeboten werden.

Demografische Arbeitszeit:

VW will das Zeitwertpapier ausbauen: Ein Teil des Lohns wird auf einem Konto verbucht; im Laufe der Zeit baut sich ein Vermögen auf, das ein früheres Ausscheiden aus dem Beruf ermöglicht. alf

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