Wirtschaft : Lexikon: Treuhandanstalt

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Die Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums, bekannt als Treuhandanstalt, wurde am 1. März 1990 gegründet. Ihre Aufgabe war es, die rund 23 500 Unternehmen zu privatisieren beziehungsweise stillzulegen, die in der ehemaligen DDR in Staatsbesitz waren. Dabei sollte die Anstalt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sichern, um so Arbeitsplätze zu sichern. Von den Unternehmen wurden rund 15 000 privatisiert. Rund 80 Prozent davon gingen auf mittelständische Erwerber über. Die Privatisierungen waren im wesentlichen Ende 1994 beendet. Die restlichen Aufgaben übernahm die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben. 2000 stellte diese ihre operative Tätigkeit ein. Erster Präsident der Treuhandanstalt war der 1991 von der RAF ermordete Detlev Rohwedder, ihm folgte Birgit Breuel im Amt nach.

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