Lexikon : Was ist die Kernkapitalquote?

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KERNKAPITALQUOTE



Das Kernkapital einer Bank besteht aus den Kapitalbestandteilen, die dem Geldinstitut dauerhaft zur Verfügung stehen. Die Kernkapitalquote ergibt sich, indem man das Kernkapital durch die Summe der risikotragenden Aktiva der Bank (vor allem gewährte Kundenkredite) dividiert. Werte von mindestens sieben Prozent gelten als gesund. Je höher die Quote, desto größer der Anteil des Kreditvolumens, das durch Eigenkapital gedeckt ist.

HYBRIDANLEIHEN

Diese Papiere werden von Unternehmen herausgegeben. Weil Anleger ihr Geld dauerhaft zur Verfügung stellen – Hybridanleihen haben eine sehr lange oder gar keine feste Laufzeit –, zählt es in der Bilanz überwiegend als Eigenkapital. Hybridanleihen bieten überdurchschnittliche Zinsen, die Zahlungen können aber unterschiedlich hoch sein oder ausfallen. Geht das Unternehmen pleite, werden die Anleihen nachrangig behandelt.

FINANZAUFSICHT

Die im Januar 2011 gegründete europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) entwickelt Standards, die als Rahmen für die nationale Banken- beziehungsweise Finanzaufsicht gelten. Bei ihrem „Stresstest“ prüft die EBA die Risikokapitalanlagen europäischer Großbanken, insbesondere wertgeminderte Staatsanleihen. Zum Stichtag 30. Juni 2012 verlangt die Behörde von Europas Banken eine Kernkapitalquote von mindestens 9,0 Prozent.

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