Wirtschaft : Lufthansa hat wieder mehr Fluggäste

Das erste Mal seit zwei Jahren steigerte die Fluglinie 2003 die Passagierzahlen – vor allem nach Amerika

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Frankfurt (Main) (ro). Die Lufthansa hat den Rückgang der Passagierzahlen gestoppt. Erstmals seit zwei Jahren konnte die Fluggesellschaft im vergangenen Jahr wieder mehr Gäste transportieren als im Jahr zuvor. Insgesamt waren es 2003 knapp 44,4 Millionen und damit rund ein Prozent mehr als im Vorjahr. LufthansaChef Wolfgang Mayrhuber sieht in diesen gestern veröffentlichten Zahlen eine gute Startposition für das Jahr 2004.

Erst vor kurzem hatte Mayrhuber bestätigt, dass die Lufthansa 2003 aufgrund eines guten zweiten Halbjahres wahrscheinlich ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erreicht hat. Nach sechs Monaten hatte das Unternehmen wegen der schwachen Konjunktur, des Irak-Krieges und der Lungenkrankheit Sars noch einen Verlust von 354 Millionen Euro hinnehmen müssen. Ende März wird Lufthansa die genauen Zahlen für 2003 nennen.

Fest steht aber jetzt schon, dass sich das Flottenmanagement der Lufthansa im vergangenen Jahr erneut bewährt hat: Die Auslastung der Passagierjets ging trotz des ungünstigen Umfeldes nur leicht von 73,9 auf 73,3 Prozent zurück. Auch im traditionell schwächeren Dezember schaffte es die Lufthansa, trotz eines Passagier-Rückganges um 1,6 Prozent, die Auslastung um 1,4 Punkte auf 69,8 Prozent zu steigern. Passagiere und Fracht zusammengenommen waren die Jets sogar mit 70,4 Prozent ausgelastet – so stark wie noch nie in einem Dezember.

Mit Blick auf die Verkehrsgebiete konnte die Fluglinie vor allem wieder deutlich mehr Fluggäste auf den wichtigen Strecken nach Nord- und Südamerika für sich gewinnen. 2003 zählte die Lufthansa dort mit 5,4 Millionen Passagieren 7,6 Prozent mehr, bei einem freilich deutlich erhöhten Angebot, so dass die Auslastung der Jets um 1,6 Punkte auf 78 Prozent zurückging. In Europa verbuchte die Lufthansa ein leichtes Plus von 0,2 Prozent auf 34,5 Millionen Passagiere, die Jets waren dort zu 63,4 Prozent ausgelastet. Bedingt durch die Lungenseuche Sars gab es allerdings im Asienverkehr einen deutlichen Rückgang um 4,5 Prozent auf knapp 2,9 Millionen Fluggäste. Die Auslastung der Jets sank aber nur um 1,3 Punkte auf immer noch 79,1 Prozent.

Deutliche Einbußen musste die Lufthansa aufgrund der schwachen Konjunktur und eines harten Preiswettbewerbes in der Fracht hinnehmen. Das Aufkommen bei Lufthansa Cargo schrumpfte 2003 um 2,7 Prozent auf 1,58 Millionen Tonnen.

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