Wirtschaft : Mehr Jobs im Maschinenbau

In Berlin-Brandenburg wollen 18 Prozent der Betriebe einstellen BERLIN (val).Die Maschinenbaubranche kann aufatmen: Sie hat "endlich die Talsohle überwunden", sagte Henning Brekenfeld, Geschäftsführer der Landesgruppe Nordost des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagebau (VDMA), auf dem Maschinenbauforum im Produktionstechnischen Zentrum (PTZ) in Berlin.Jetzt böten Maschinenbauer in der Region Berlin-Brandenburg mehr Stellen an als sie abbauten.Nach Angaben von Brekenfeld planen 18 Prozent neue Arbeitsplätze ein, während zehn Prozent entlassen wollen.Dies gehe aus der jüngsten Umfrage des VDMA hervor.In den neuen Bundesländern habe sogar knapp ein Drittel aller Maschinenbauer vor, mehr Leute zu beschäftigen, gegenüber acht Prozent, die Jobs streichen wollen.Brekenfeld ist auch über die bessere Kapazitätsauslastung zufrieden: In Westberliner Betrieben liegt sie bei rund 88 Prozent, in brandenburgischen Unternehmen bei 84 Prozent.Selbst wenn es jetzt zu einer neuen Konjunkturdelle käme: "Die Auftragsbücher der Firmen sind für die nächsten vier bis fünf Monate gefüllt." Derzeit arbeiten in Berlin rund 13 000 Menschen in der Maschinenbaubranche, in Brandenburg sind es 6000.Brekenfeld zufolge gehören ungefähr 250 Firmen in Berlin-Brandenburg dieser Branche an und decken etwa zwei Prozent des gesamtdeutschen Marktes ab. Zum ersten Mal haben 100 Maschinenbaufirmen in der Region jetzt einen "Maschinenbaureport" herausgegeben, in dem sie sich vorstellen."Das ist ein wichtiger Schritt", sagte Brekenfeld über das Buch, das mit einer Auflage von 10 000 Stück erschienen ist.Die Unternehmen müßten zusammenarbeiten, um auf sich aufmerksam zu machen, um gemeinsam Zulieferaufträge an Land zu ziehen oder Forschungsprojekte zu betreiben.Darum wolle auch die Maschinenbauinitiative, die von den Ländern Berlin und Brandenburg sowie vom VDMA finanziert wird, das Informationsnetz zwischen den Maschinenbauern der Region stärker ausbauen.

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