Merz und Däubler-Gmelin : Zwei Schlichter sollen Lufthansa und Ufo helfen

Seit knapp einem Jahr verhandeln die Gewerkschaft Ufo und Lufthansa über mehr Gehalt für das Kabinenpersonal. Im festgefahrenen Konflikt konnten sich beide Seiten offenbar nicht mal auf nur einen Schlichter einigen.

Blau in Sicht. Zwei Schlichter sollen den Tarifstreit bis Mai beenden.
Blau in Sicht. Zwei Schlichter sollen den Tarifstreit bis Mai beenden.Foto: dpa

Der Tarifstreit zwischen der Lufthansa und der Kabinengewerkschaft Ufo soll von den beiden Ex-Politikern Herta Däubler-Gmelin und Friedrich Merz geschlichtet werden. Das teilte die Gewerkschaft am Freitagnachmittag mit.

Die Schlichtung solle nun so schnell wie möglich beginnen. Insidern zufolge könnte der Prozess bis Mai dauern. Danach wären bei einem Scheitern Streiks möglich.

Offenbar konnten sich beide Seiten nicht einmal auf einen einzigen Schlichter verständigen. Merz allein, der Lufthansa-Kandidat, war mit Ufo wohl nicht zu machen. Umgekehrt dürfte es mit Däubler-Gmelin gewesen sein. "Insgesamt hätten wir eine Einzelschlichtung deutlich bevorzugt, waren jedoch nicht bereit, bei den Grundprämissen derartige  Zugeständnisse zu machen, die aus unserer Sicht ein gutes Schlichtungsergebnis gefährdet hätten und haben somit an Frau Däubler-Gmelin fest gehalten", sagte Nicoley Baublies, Vorsitzender der Ufo.

Ufo verhandelt seit April 2014 mit der Lufthansa über eine ganze Reihe von Themen, die unter dem Stichwort "Agenda Kabine" zusammengefasst sind. Neben der Forderung von acht Prozent mehr Lohn für die kommenden zwei Jahre ist vor allem die Übergangsversorgung umstritten. Tsp/rtr

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