Wirtschaft : Metro-Konzern hebt seine Gewinnprognose an Fortschritte beim

Baumarkt Praktiker

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Düsseldorf (kwi). Die verlängerten Verkaufszeiten an Samstagen in Deutschland haben die Geschäfte des MetroKonzerns noch nicht belebt. Jedoch verhalfen die Großmärkte Cash&Carry und gute Geschäfte im Ausland dem führenden deutschen Einzelhandelskonzern kräftigen Umsatz- und Ergebniszuwächsen. Wegen der guten Geschäfte im ersten Halbjahr hat die Metro AG ihre Umsatzprognose für 2003 leicht angehoben. Metro erwartet nun ein Umsatzwachstum von „mindestens 5,5 Prozent“ vor Wechselkurseffekten“. Bislang hatten die Düsseldorfer rund fünf Prozent anvisiert. An der Börse legte der Metro-Titel bis zum Schluss um 20 Uhr rund acht Prozent zu.

Konzernchef Hans-Joachim Körber präzisierte auch die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Der Konzern hatte bislang erklärt, ein Ergebnisplus von sechs bis zehn Prozent je Aktie anzustreben. Nun sagte Körber bei der Vorlage der Halbjahreszahlen, er rechne mit einer Zahl „im oberen Bereich des Erwartungskorridors“. Zum Metro-Konzern gehören neben den Großmärkten Cash&Carry auch die Elektronikfachmärkte Media Markt/Saturn, die Kaufhof-Warenhäuser, die Extra-Verbrauchermärkte, Real-Supermärkte und die Baumarktgruppe Praktiker.

Im ersten Halbjahr habe sich Metro „erfolgreich entwickelt und in einem schwierigen Umfeld Stärke gezeigt“, sagte Körber weiter. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal 2003 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahreszeit währungsbereinigt um 7,6 Prozent; das operative Ergebnis legte um 29,7 Millionen Euro auf 211,5 Millionen Euro zu. Die Großmärkte Cash&Carry verzeichneten einen zweistelligen Gewinnzuwachs. Die Großmärkte tragen den Löwenanteil zum Konzernergebnis bei und setzen mehr im Ausland als im Inland um. Sogar im konjunkturlahmen Deutschland stieg ihr Umsatz um 12,6 (flächenbereinigt um 3,6) Prozent. Als besonders erfreulich bezeichneten Körber und Analysten gleichermaßen die Entwicklung bei Praktiker, dem Sorgenkind der Metro. Bei den Kaufhof-Warenhäusern schrumpfte der Umsatz leicht – obwohl das Ostergeschäft anders als im Vorjahr ins zweite Quartal fiel. Bislang haben die verlängerten Öffnungszeiten am Samstag keine großen Zuwächse gebracht. Körber begründete dies unter anderem mit der Hitze. Er rechnet aber mit zweistelligen Zuwächsen im zweiten Halbjahr. Beim Verkauf der rund 350 Einzelhandelsimmobilien sei man „auf der Zielgerade“, sagte Körber.

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